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Bleiberecht für junge engagierte Migrantenkinder

 

Berlin, 17. November 2010: Staatsministerin Böhmer fordert Abschiebeschutz für gut integrierte junge Ausländer. „Wer sich in unserem Land einbringt, sollte dauerhaft willkommen sein“

Vor Beginn der Innenministerkonferenz hat Staatsministerin Maria Böhmer einen sofortigen Abschiebeschutz für nur geduldete, aber gut integrierte junge Ausländer gefordert. „Jedes Kind in unserem Land hat eine Chance verdient. Das gilt insbesondere für ausländische Heranwachsende, die die deutsche Sprache beherrschen, gute Schulleistungen vorweisen können und sich bei uns einbringen wollen. Gute Integrationsleistungen sollten anerkannt werden. Deshalb appelliere ich an die Innenminister von Bund und Ländern, für diese Kinder und Jugendlichen einen sofortigen Abschiebestopp anzuordnen. Durch eine solche Regelung werden die Betroffenen ermutigt, sich weiter aktiv in unserem Land zu engagieren. Die Innenministerkonferenz sollte jetzt dieses wichtige integrationspolitische Signal setzen“, forderte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

Zugleich sprach sich Böhmer dafür aus, im Aufenthaltsgesetz für gut integrierte Kinder ein eigenständiges Bleiberecht zu verankern. „Bisher werden diese Kinder und Jugendliche für Versäumnisse ihrer Eltern verantwortlich gemacht- unabhängig davon, ob sie selbst bereits in unserer Gesellschaft integriert sind. Diese pauschale Mithaftung sollte durch ein eigenständiges Bleiberecht ersetzt werden. Dafür setze ich mich schon seit Jahren mit großer Intensität ein“, betonte Böhmer.

„Im Interesse der Kinder ist es unverzichtbar, dass sie bei ihren Eltern aufwachsen können. Familien dürfen nicht auseinandergerissen werden. Deshalb halte ich es für notwendig, das Bleiberecht der Eltern in allen Fällen bis zur Volljährigkeit der Kinder zu verlängern“, so die Staatsministerin.

„Die Innenminister haben es jetzt in der Hand, gut integrierten Kindern und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien eine dauerhafte Perspektive in unserem Land zu geben. Wer Ja sagt zu Deutschland und sich anstrengt, hier Fuß zu fassen, sollte willkommen sein- unabhängig von seiner Herkunft und seinem Status.“ (PM Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration)

2 Kommentare

  1. Jarod

    Effektiv ändert sich doch absolut nichts. Gut integrierte hatten vorher schon die Möglichkeit sich gegen die Abschiebung zu wehren und Schwache werden weiter systematisch ausgegrenzt. Was ist gut daran? Das nichteinmal ökonomisch sinnvoll weil Deutschland die Ausländer braucht und nicht die Ausländer Deutschland. Wenn wir sie in Hauptschulen stecken, Förderung zusammengestrichen wird und Leherer die ganze Notenskala ausnutzen MÜSSEN dann haben ausländische Kinder, bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen keine Chance.
    Migration ist kein Business, es ist Menschenrecht!

  2. Artikelschreiber

    Ich finde dass junge Ausländer hier in Deutschland bleiben sollen, denn eigentlich sind das ja nicht mehr Ausländer sondern schon fast Deutsche. Die Eltern das sind die die ausgewandert sind. was können die Jugentliche denn dafür??? Die haben hier Freunde und alles… Was meien sie zu diesem Thema?

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