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Ein Medizinmann wird zum Unternehmer

„Eigentlich wollte ich Arzt werden“, sagt Herr Anhvo Dang, der vor zwei Jahren von Nordrhein-Westfalen nach Berlin kam. Und nun steht er in der Mitte seines Restaurants, umgeben von runden Glasbehältern, in der sich gelbe Zitronen befinden. Hinter den Tischen, den Stühlen und der Dekoration von „CoCo – banh mi deli“ befinden sich Feng-Shui-Prinzipien. In der asiatischen Geschäftswelt werden Feng-Shui-Meister bei der Standortbestimmung und Innenarchitektur von Büros konsultiert. Feng-Shui soll zu Wohlstand und Gesundheit verhelfen. Insbesondere Gesundheit seiner Kunden ist Herrn Dang wichtig und das fängt mit der richtigen Ernährung an. Deshalb werden alle Gerichte frisch und ohne Zusatzstoffe, ohne Farbstoffe und ohne Geschmacksverstärker zubereitet und das alles Original-Home-Made-Style.

Die Idee für das Konzept der Gastronomie entstand im Urlaub in Vietnam. Dort gibt es die leckeren heimischen Baguettes – „Banh Mi“ genannt. Als Kind hat Herr Dang die Baguettes gerne gegessen und daran hat sich bis heute nichts geändert. In Vietnam isst „Banh Mi“ das Pausenbrot für Schülerinnen und Schüler, aber man kann es auch zu jeder Tageszeit essen. Und so entstand die Idee „Banh Mi“ nach Deutschland zu holen.

Während des Studiums hat sich Herr Dang das nötige Wissen angeeignet und nahm an Seminaren zum Beispiel über Businesspläne und Controlling teil. Das fehlende Wissen wird einfach durch Weiterbildung und Fortbildung gefüllt. Hierzulande wird strategischer und strukturierter gearbeitet als in Asien und das gefällt Herrn Dang an Deutschland. „Ich arbeite ebenfalls strukturiert und damit bin ich ein typischer Deutscher“, sagt Herr Dang. Das Wetter in Deutschland könnte jedoch besser sein. Als Buddhist wünscht er sich mehr Sonne und ein warmes Klima.

In seinem Unternehmen beschäftigt Herr Dang acht Personen. Dabei wird auf Vielfalt der Belegschaft geachtet. Herr Dang legt großen Wert darauf, dass sein Personal nicht nur aus Vietnamesen bzw. Asiaten besteht. Das Publikum in Berlin-Mitte ist bunt und dafür benötigt man auch ein buntes und vielsprachiges Personal, das ist gut für sein Geschäft. In seiner Gastronomie ist jeder herzlich willkommen.

Bei der Eröffnung am 25. Oktober 2010 standen noch Kartons auf dem Boden und es war etwas chaotisch. Aber Herr Dang freut sich. Die Gerichte und das Konzept von „CoCo – banh mi deli“ wird gut von den Kunden angenommen. Eine Expansion ist eines Tages auch geplant, man will jedoch auf dem Boden bleiben und erst einmal das eine Projekt voranbringen.

 

Von Joel Cruz, cruz(at)migration-business.de

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