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Grüntee, Kunst und Meckern verboten!

„Meckern verboten!“ steht auf einer Postkarte im Büro von Frau Inhee Chu-Mauer. Die koreanische Unternehmerin handelt mit Gaskartuschen. Sie ist bereits seit über 13 Jahren erfolgreich auf dem Markt. Das Geschäft läuft gut, sagt Frau Chu-Mauer. Ihre Leidenschaft sind jedoch Kunst und koreanisches Essen. Mit Kunst hat sie ein Business gemacht. Sie kaufte damals mit ihrem Geschäftspartner originale Kunstgemälde aus Nordkorea. Ausstellungen in Berlin und Leipzig hat sie bereits hinter sich.

Das Interesse an nordkoreanischer Kunst ist groß in Deutschland, so dass sie sogar eine eigene Webseite entwickeln musste. Sie betont jedoch, dass sie Südkoreanerin sei und darauf Wert legt. Außer Kunst hat sie mit Nordkorea wenig zu tun. Sie verfolgt einen Traum und hofft, dass ihr Land sich eines Tages friedlich wiedervereint, so wie es Deutschland vor 20 Jahren tat. Frau Chu-Mauer bewundert die Wiedervereinigung Deutschlands und damit ist sie in der koreanischen Gemeinde nicht alleine.

Bei ihr zuhause in Berlin wird koreanisch gekocht. Sie ist davon überzeugt, dass man durch die koreanische Küche über 100 Jahre alt werden kann. Frau Chu-Mauer macht ihren „Kim Chi“ selbst. „Kim Chi“ ist eingelegter Kohl und mit dem deutschen Sauerkraut vergleichbar. Diese Beilage gehört zu jeder koreanischen Mahlzeit und jedem Gericht einfach dazu, sagt sie. Das besondere an Korea ist auch der Anbau von Tee. Insbesondere der grüne Tee hat es ihr angetan.

In der Hauptstadt von Korea in Seoul befinden sich „Grün Tee Lounges“ fast an jeder Ecke. In den Gastronomien werden neben verschiedenen Sorten von Grüntee-Getränken auch Grüntee-Kekse, -Kuchen und –Torten angeboten.
Nun möchte Frau Chu-Mauer eine Grüntee-Lounge und Gallery in Berlin-Mitte gründen, in der sie ihre Kunstgemälden aus Nordkorea und Grüntee-Menüs, -Getränke und -Süßigkeiten anbieten kann.
„Ich bin eine Unternehmerin, ich kann nicht anders als Ziele zu verfolgen und diese auch umzusetzen“, sagt sie.
Am Ende ihrer Reise ist Frau Chu-Mauer noch lange nicht angekommen. Man darf gespannt sein, was sie als nächstes vor hat oder besser gesagt, was sie als nächstes unternehmen will.

 

Text: Joel Cruz

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