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Grüne: Freilassung einer iranischen Fotografin

Claudia Roth, Bündnis 90/Die Grünen BundesvorsitzendeZur Verhaftung der iranischen Fotografin Maryan Majd vor der Ausreise zur Frauenfußball-WM und zur Verhaftung der Dokumentarfilmerin Mahnaz Mohammadi erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied des Kuratoriums der Frauenfußball-WM: „Die Umstände der Verhaftung der jungen Fotokünstlerin und Fotografin Maryam Majd sind immer noch ungeklärt. Sie sollte am letzten Freitag in Deutschland ankommen, pünktlich zur Frauenfußball-WM. Zusammen mit Petra
Landers plante sie ein WM-Buchprojekt. Doch Maryam Majd saß nicht in der gebuchten Maschine. Allein die Verhinderung der Ausreise von Frau Majd wäre ein weiterer Beleg für die im Iran herrschende Willkür und
Rechtlosigkeit. Aber nach den bisher vorliegenden Informationen haben die iranischen Behörden die junge Künstlerin offensichtlich aufgrund ihrer frauenrechtlichen Aktivitäten auch verhaftet und ihrer Freiheit beraubt. Denn Frau Majds Arbeiten belegen den enthusiastischen Kampf und starken Willen von Frauen im Iran, die sich auch mit Frauenfußball und in den Stadien gegen die alltägliche und mehrfache Diskriminierung und Unterdrückung der Frauen wehren.

Die iranischen Verantwortlichen haben bis jetzt alles unternommen, um den iranischen Fußballerinnen die Möglichkeit der Teilnahme an internationalen Wettbewerben zu nehmen. Deswegen ist es ein perfider und zynischer Versuch, nun auch Fotografinnen und Reporterinnen aus diesem Land daran zu hindern, über die Frauenfußball-WM zu berichten. Es ist an der Zeit, die massiven Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen im Sportbereich im Iran durch die internationale Gemeinschaft und die internationalen Sportorganisationen zu thematisieren.

Am vergangenen Montag wurde in Teheran auch Mahnaz Mohammadi verhaftet, eine mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmerin und Frauenrechtlerin. Das Bezeichnende ist auch im Falle von Mahnaz Mohammadi die absolute
Rechtlosigkeit und Willkür der Behörden im Umgang mit der Betroffenen.

Wir fordern die umgehende Freilassung von Maryam Majd und Mahnaz Mohammadi, eine umfassende Aufklärung der Umstände ihrer Verhaftungen und die Bestrafung der Verantwortlichen. Die Bundesregierung muss diese Fälle gegenüber der iranischen Regierung und ihren Vertretern deutlich ansprechen und sich für die Verhafteten einzusetzen.“

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