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Bundesweites Vernetzungstreffen in Hannover zum Modellprojekt Integrationsvereinbarungen

Staatsministerin Böhmer: „Mit Integrationsvereinbarungen erreichen wir vor Ort eine Beratung aus einem Guss“ – Bundesweites Vernetzungstreffen in Hannover zum Modellprojekt Integrationsvereinbarungen. „Integration entscheidet sich vor Ort in den Kommunen. Hier zeigt sich, ob Zuwanderer einen Arbeitsplatz finden, ob sie die deutsche Sprache lernen, ob ihre Kinder eine erfolgreiche Schullaufbahn einschlagen und ob sich Kontakte zu Nachbarn entwickeln. Um Zuwanderer intensiver unterstützen zu können ist es wichtig, dass sich die Anlaufstellen vor Ort wie Beratungsdienste, Ausländerämter, Job-Center und Arbeitsagenturen besser miteinander vernetzen. Dadurch können Integrationsmaßnahmen zielorientierter angelegt werden. 

 

Mit den Integrationsvereinbarungen wird eine Beratung aus einem Guss erreicht. Integration gelingt nur, wenn alle Hand in Hand arbeiten“, betonte Staatsministerin Maria Böhmer heute in Hannover anlässlich des ersten bundesweiten Vernetzungstreffens im Rahmen des Modellprojekts der Integrationsvereinbarungen.Über 100 Beschäftigte von Migrations- und Jugendmigrationsberatungsdiensten, Vertreter von Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Bundes-ministerien, der Bundesagentur für Arbeit und den Ländern tauschen sich in Hannover über ihre ersten Erfahrungen mit den Integrationsvereinbarungen aus. Staatsministerin Böhmer hat das Modellprojekt Anfang April in 18 Kommunen und Landkreisen gestartet. Für den Abschluss der Vereinbarungen sind die Migrations- und Jugendmigrationsberatungsdienste zuständig. Das Modellprojekt verfolgt drei Ansätze:

  • in den Vereinbarungen werden konkrete Ziele, Maßnahmen und ein Zeitplan festgelegt
  • die Kommunikation und Zusammenarbeit von Behörden und Verbänden soll verbessert werden
  • die Arbeit der Modellstandorte wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet
„Mit den Vereinbarungen machen wir Integration verbindlicher. Sie dienen Zuwanderern als Kompass, um sich schnell und erfolgreich in Deutschland einbringen zu können. Dies hilft unmittelbar den Betroffenen. Und ist auch ein Gewinn für unser Land, da die Potenziale der Zuwanderer verstärkt genutzt werden können“, erklärte Böhmer. In den Vereinbarungen wird individuell festgehalten, mit welchen Voraussetzungen Zuwanderer nach Deutschland kommen und welcher Nachholbedarf besteht, beispielsweise bei Spracherwerb, Ausbildung oder Schulbesuch der Kinder.
Umgekehrt werden die Zuwanderer unterstützt, indem ihnen beispielsweise Angebote zum Spracherwerb oder zur Kinderbetreuung vermittelt werden.
Die Vereinbarungen werden in folgenden Städten und Landkreisen erprobt:

Tempelhof/ Schöneberg- Berlin
Freiburg- Baden-Württemberg
Stuttgart- Baden-Württemberg
Nürnberg- Bayern
München- Bayern
Wilhelmsburg- Hamburg
Wiesbaden- Hessen
Wetzlar- Hessen
Hannover- Niedersachsen
Göttingen- Niedersachsen
Hamm- Nordrhein-Westfalen
Essen- Nordrhein-Westfalen
Landkreis Mayen-Koblenz- Rheinland-Pfalz
Ludwigshafen- Rheinland-Pfalz
Neumünster- Schleswig-Holstein
Leipzig- Sachsen
Stendal- Sachsen-Anhalt
Saarbrücken- Saarland

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