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Hat Sarah „Alles“ im Griff?

„Mein Name ist Programm: Sarah Alles“, sagt die junge deutsche Schauspielerin lachend auf unsere erste Frage, warum Sie so viele Talente in sich vereint. Sarah Alles schauspielert, kann zu verschiedenen Musikstilen tanzen, singt in einem Gospel-Chor,  war 3fache Karate-Meisterin für Berlin und deutsche Vizemeisterin. Sie ist die bekannte Stimme aus der „Fitness First“-Werbung und aktuell jeden Tag im Fernsehen zu sehen.

Mister Miyagi und Karate Kid hatten es Sarah bereits in der Kindheit angetan. Sie liebte die Filme und wollte kämpfen wie die Protagonisten. Also fasste sie einen Entschluss: Sie blätterte die Telefonbücher durch und sah sich nach Karate-Schulen um. Ihr Elan und ihre Leidenschaft haben sich schließlich ausgezahlt: Sie wurde zur dreifachen Berliner-Meisterin, Great Britain Champion, Wadoryo-Meisterin und deutsche Vize-Meisterin. Bis 2005 war sie Mitglied der deutschen Nationalmannschaft.

Doch Karate musste der Schauspielerei weichen. „Blaue Flecken und Verletzungen waren schwer zu vermeiden, wenn man im Nationalteam für Karate kämpft und das lässt sich kaum mit der Arbeit am Set vereinen“, erklärt Sarah. Außerdem erweist es sich als schwierig, mit Karate genug Geld zu verdienen. Aber Sarah muss keinen Traum aufgeben, Schauspielerei ist für sie genauso eine Leidenschaft wie Karate.

Was macht Sarah zurzeit?

Momentan pendelt Sarah Alles zwischen Dreharbeiten in Lüneburg und in München. Sie dreht für die Serie „München 7“ und ist montags bis freitags um 14.10 Uhr in der ARD bei „Rote Rosen“ zu sehen. Am Wochenende findet sie dann Zeit in ihrer Heimat Berlin vorbeizuschauen.

Und Karate ist in der Schauspielerei doch nicht untergegangen: Ihre Rolle der Ela in „Rote Rosen“ lernt gerade Karate. Doch Sarah kann nicht nur Karate: Sie ist festes Mitglied im „Berlin Dance Team“, singt zu verschiedenen Musikstilen, war 2002 bis 2005 im Schulchor und ist ebenfalls festes Mitglied bei den Gospelfriends. Sie lernte Klavier und Saxophon zu spielen. Und wofür all das? „Wenn man viele verschiedene Fähigkeiten mitbringt, kann man selbstverständlich auch bei mehr Rollen mitspielen“, so Sarah.

Erst im Juni waren wieder zwei Spielfilme im Ersten zu sehen, in denen Sarah mitgespielt hat: „Immer Wirbel um Marie“ und „das Geheimnis im Wald“ mit Christoph Waltz.

Die Rolle neben Christoph Waltz war für Sarah eine der Anspruchsvollsten bisher. Sie spielte eine junge Dame, die ausschließlich Shakespeare zitierte. So war Sarah im Besonderen dazu angehalten, der Figur einen Charakter zu verleihen, was kein leichtes Unterfangen war, ihr aber großen Spaß bereitete. Eine ebenso große Herausforderung war die Szene, in der Sarah als Leiche gefunden wurde: „Ich wurde eingegraben und durfte nicht zittern, obwohl es vor Ort sehr kalt war und musste versuchen so zu wirken, als würde ich nicht atmen.“

Warum hat sich Sarah für die Schauspielerei entschieden?

Antworten, die man häufig von Schauspielern hört, lauten: „Ich schlüpfe halt gerne in andere Rollen und Charaktere.“ Doch Sarah zitiert gerne den bekannten Schauspiel-Coach Larry Moss, mit dem sie sich mal unterhalten hat: „Schauspielerei hat einen sehr sozialen Ansatz, vor allem wenn du authentisch rüberkommst, eine tolle Rolle und ein gutes Buch hast. Wenn du damit Menschen berührst, kannst du diese heilen. Viele Zuschauer durchleben gewisse Probleme im Leben und erleben nun, wie die Figur das Gleiche durchmacht und versucht diese zu bewältigen. Ich denke, dass man dadurch den Menschen helfen kann und unterstütze diesen Ansatz sehr“, erzählt Sarah begeistert.

Was macht Sarah neben der Schauspielerei?

Für Sarah war schon immer eines klar: Sie brauchte ein zweites Standbein im Leben. Neben ihren Dreharbeiten führt sie daher einen eigenen Klamottenladen in Berlin-Friedrichshain. Dort verkauft sie Kleidung der Marke „Cyroline“ und beschäftigt inzwischen mehrere Aushilfen. „Wenn ich gerade nicht drehe, kann ich in meinem Laden arbeiten und wenn der Laden mal nicht gut läuft, bleibt noch die Schauspielerei“, schildert Sarah.

Sarah lässt sich gerne treiben, bereist am liebsten die ganze Welt und versucht die Chancen zu nutzen, die ihr jeden Tag zufallen. Konkrete Pläne hat sie nicht, aber zumindest will sie ihr Persisch aufbessern, da Ihr Vater Iraner ist und sie Freude an der Sprache hat.

Sarah wollte schon von Kind an Schauspielerin oder Prinzessin werden, wie sie uns lachend verrät. Zumindest hat sie eins von beiden schon geschafft, alles andere bleibt abzuwarten…

 

Von Dario Mohtachem

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