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Mehrwert durch Mehrsprachigkeit im E-Mail-Marketing

Gerade im Bereich des E-Mail-Marketing zählt der erste Eindruck, den das Unternehmen durch Aufmachung, Mehrwert und letztlich auch Mehrsprachigkeit den Adressaten vermittelt. Dabei gibt es einerseits Faktoren, die in jeder Sprache gut oder schlecht aufgenommen werden. Dazu zählt ohne Zweifel die Reaktionszeit, d.h. die Zeit, die verstreicht, bis eine entsprechende Willkommensnachricht im Postfach des Abonenten landet. Natürlich ist es ebenso entscheidend, dass bereits hier auf Sonderangebote und spezielle Services verwiesen wird. Nur generische Willkommensnachrichten zu versenden, ist in der Flut der heutigen Newsletter zu wenig, vor allem mit Hinblick auf die Quote der Abbestellungen. Aber auch im Falle, dass Abonnenten keinen Newsletter mehr empfangen möchten, sollte der Mehrwert durch Mehrsprachigkeit im E-Mail-Marketing nicht unterschätzt werden.

Mehrsprachigkeit ist Mehrwert

Nehmen wir nochmals den Punkt Willkommens-bzw. Bestätigungsserien auf. Hier lässt sich nämlich in der Regel der Öffnungsgrad der Abonnenten hin zu potenziellen Kunden eines Shops oder Dienstleisters justieren. Je personalisierter die anfängliche Ansprache ist, desto wahrscheinlicher die Öffnung hin zu weiteren Angeboten des Unternehmens. Zur personalisierten Ansprache zählt eben auch die Möglichkeit mehrsprachige Mailingaktionen zu entwerfen, am besten mithilfe entsprechender Software. Wird ein Abonnent bei Willkommens-bzw. Bestätigungsmails (unter anderem) in seiner Muttersprache landestypisch begrüßt, wird das Verhältnis zum Anbieter anders, emotionaler, aufgebaut. Wenn also für den Abonnenten anfangs die Option einer Sprachauswahl besteht, sollte dieses Potenzial auch unbedingt ausgeschöpft werden. Für Unternehmen bedeutet dies entweder entsprechende Fachkräfte für die Anpassung und Übersetzung einzustellen oder aber sich entsprechende Software zuzulegen. Tatsächlich gibt es einige E-Mail-Marketing-Systeme, die mehrsprachige Kommunikation erleichtern und die gezielte Anrede in der Muttersprache bzw. in der vom Abonnenten gewählten Sprachvariante ermöglichen. Der Aufbau und/oder die Stärkung der Kundenbeziehung bahnt sich ihren Weg also auch auf multiethnischen Pfaden. Und doch sind es eben meist nur Übersetzungen und sprachliche Anpassungen.

Bewegung statt Statik

Neben der Variante Mehrsprachigkeit sollte modernes E-Mail-Marketing auch nicht auf bewegte Bilder verzichten. So versenden bereits einige Unternehmen Newsletter mit animierten GIF-Grafiken. Da kommt dann der sprichwörtliche Schwung in die Kolonnen der starren Buchstaben. Das Stichwort heißt hier: Crossmediale Verbreitung. Im Idealfall wird ein Newsletter einmal in Deutsch aufbereitet und die crossmedialen und multilingualen Ausgaben (beispielsweise den Newsletter als Podcast oder PDF) dynamisch generiert. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen E-Mail-Clients der Abonnenten diese Funktionen unterstützen. Weiterhin wird auch das mobile E-Mail-Marketing mehr und mehr an Wichtigkeit gewinnen. Die Zahl der Besitzer internetfähiger Mobiltelefone wächst und damit auch ein neuer Marketingkanal, der nicht einsprachig aufgebaut sein sollte. Neben dem eigentlichen Telefonieren werden Smartphones vor allem zum Abrufen von Mails und für Social-Media-Aktivitäten genutzt. Empfängt also ein Abonnent im Ausland auf seinem Smartphone per Mail einen Coupon, Voucher, etc. und kann diesen einige Meter weiter im Geschäft einlösen, indem er den Code einfach an der Kasse aus seinem Mobiltelefon herauslesen lässt, wird er sich bestimmt freuen, wenn das Dankeschön beispielsweise in Form einer Belohnung oder einer Information zur Punkte-Veränderung seines Kundenkontos sofort als SMS auf seinem Display erscheint – in der von ihm gewählten Sprache.

Mehr Sprachen = Mehr Kunden

Tatsächlich bietet mehrsprachiges E-Mail-Marketing auch die Möglichkeit bisher nicht erreichte Zielgruppen anzusprechen. Man denke an religiöse oder nationale Feiertage und landestypische Traditionen, an die per Newsletter erinnert werden kann und womit sich ausgezeichnet Gewinnspiele kombinieren lassen bzw. die den Rahmen für lustige Animationen, Videos oder auch für Links zu aktuellen Nachrichten bilden können. Natürlich lassen sich dermaßen personalisierte Newsletter nicht per Klick aus einer deutschsprachigen Vorlage generieren. Vielmehr müssen sich hier in den Traditionen der jeweiligen Länder verankerte Spezialisten individuelle Strategien überlegen, um Menschen verschiedener Sprachen und Kulturen auf einen Marketing-Kanal zu lenken. Eine mögliche Lösung: Content Syndication. An zentraler Stelle in einem Unternehmen werden Informationen und News erstellt und freigegeben. Darauf können nun alle Geschäftsbereiche, wie auch nationale und internationale Niederlassungen zugreifen und letztlich den Newsletter oder aber auch die Website auf die länder- und kundenspezifischen Anforderungen zuschneiden bzw. anreichern. Dabei bleibt die Corporate Language unabhängig von der Landessprache in jedem Newsletter erhalten. Damit dies auch für spezielle Zeichensätzen (Russisch, Chinesisch, Arabisch etc.) möglich ist, sollte der Inhalt durch die Verwendung von Unicode freizügig dargestellt werden können.

 

Von Marcello Buzzanca, buzzanca(at)migration-business.de

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