«

»

Ecuador Delegation in Berlin

Ricardo Patiño, der ecuadorianische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Handel und Integration besuchte am Donnerstag, den 13. Oktober mit einer hochrangigen Delegation die Hauptstadt. In der Veranstaltung „Wirtschaft, Handel und Investitionen in Ecuador“, die in Kooperation mit der Lateinamerika Initiative und der DIHK entstand und im Haus der Deutschen Wirtschaft stattfand, ging es vor allem um die enorme wirtschaftliche Leistung des südamerikanischen Landes der letzten Jahre und den daraus resultierenden Möglichkeiten für ausländische Investoren. Der Außenminister verkündete, dass dieses Jahr mit einem Rekordwachstum von 8 % zu rechnen sei und er außerdem für die nächsten Jahre einen durchschnittlichen  Zuwachs der Wirtschaft von mindestens 5% erwarte. Diese außergewöhnliche Steigerung sei unter anderem der stabilen politischen Lage unter Präsident Rafael Correa, der seit 2007 im Amt ist, zu verdanken.

Durch eine verbesserte Infrastruktur und den Ausbau der Telekommunikation seien gute Bedingungen für eine wirtschaftliche Neuentwicklung geschaffen worden. Ecuador ist auf dem Weltmarkt vor allem durch den Export von Bananen, Blumen und Kakao bekannt, möchte aber in Zukunft eine Ausweitung in andere Wirtschaftsbereiche, vor allem in den Energiesektor anstreben. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es die bisherige Abhängikeit von Wirtschaftsriesen, wie beispielsweise den USA zu verringern. Momentan exportiert Ecuador große Mengen an Erdöl in die Vereinigten Staaten, muss im Gegenzug allerdings sämtliche Erdölerzeugnisse importieren, da es noch an Raffinerien fehlt. Patiño betonte, dass ein Übergang zur verarbeitenden Industrie unerlässlich für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg seines Landes sei.

Die ersten Schritte für diese Neuentwicklung wurden bereits unternommen. Doch für einen langfristigen Erfolg fehlt es dem Land, welches immer noch als zweitärmstes Südamerikas gilt, an ausländischen Investitionen und Kooperationen. In diesem Zusammenhang unterstrich der ecuadorianische Botschafter Jorge Jurado das Interesse Ecuadors an einer Vertiefung der Wirtschaftsbeziehung mit Deutschland. Einige Projekte wurden schon umgesetzt. So gibt es bereits eine Zusammenarbeit von ecuadorianischen und deutschen Universitäten. Mögliche wirtschaftliche Kooperationen sieht der Botschafter im Energiesektor,  vor allem in der Solartechnik und Wasserkraft. Die vielfältige Natur Ecuadors lasse sich seiner Ansicht nach nicht nur touristisch, sondern auch wirtschaftlich nutzen.

Text: Katharina Horn

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>