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Das Auto der Zukunft

Am 06.12. 2011 tagte die 4. Wirtschaftskonferenz Polen im Ludwig- Erhard Haus. Die diesjährige Veranstaltung konzentrierte sich auf das Thema erneuerbare Energien, insbesondere auf den Bereich der Elektromobilität. Gerade auf diesem Gebiet gibt es noch viel Potenzial für gemeinsame Projekte zwischen Polen und Deutschland. Dr. Eric Schweizer, Präsident der IHK Berlin betonte die starke wirtschaftliche Leistung Polens, welches mit einem Wirtschaftswachstum von 4% in 2011 sogar die Nummer eins in Europa einnimmt.

Polens Bedeutung als Wirtschaftspartner für Deutschland wächst kontinuierlich. Der Zugang zu hohen Fördermitteln, die geografische Nähe und gut ausgebildete Fachkräfte sind heute ein Anreiz für Unternehmen wie Volkswagen sich hier niederzulassen. Umgekehrt schätzen auch viele namhafte polnische Firmen wie Solaris und der Mineralölkonzern Orlen Deutschland als Standort. Mehr als 6000 polnische Gewerbe gibt es allein in Berlin. Damit stellt Polen beeindruckende 18% aller ausländischen Gewerbe in der Hauptstadt.

Die Vize-Wirtschaftsministerin Ilona Antoniszyn-Klik warb auf dem Wirtschaftskongress für eine Intensivierung der Zusammenarbeit und eine stärkere Vernetzung vor allem im Bereich von Forschung und Innovation. Gerade die Entwicklung von elektrisch betriebenen Autos gebe Polen die Chance in Zukunft mit den Wirtschaftsmächten mitzumischen. Dabei stellt die Elektromobilität keineswegs eine neue Technologie dar. Bereits 1900 wurde auf der Weltausstellung in Paris das Lohner-Porsche Elektromobil vorgestellt. Im Laufe der Zeit gab es immer wieder Versuche Elektro- und Hybridfahrzeuge zu entwickeln. Die Herausforderungen, die bis heute die Wissenschaftler beschäftigen sind die hohen Anschaffungskosten, insbesondere für Privatnutzer, die Ladezeit und die Reichweite. Der Golf e-motion, der momentan als Testflotte in deutschen Städten unterwegs ist, erreicht beispielsweise eine Reichweite von 150 km.

Obwohl viele Probleme noch nicht gelöst sind, hat die Elektromobilität in den letzten Jahren einen enormen Boom erfahren. Die Autoindustrie weiß, dass sie auf den Klimawandel reagieren muss. Die Luftverschmutzung, der immer stärker werdende weltweite Verkehr und auch die Endlichkeit der fossilen Ressourcen sind dringliche Gründe die Tagestauglichkeit von Elektromobilen zu verbessern. Polens zukünftige Rolle in diesem Bereich wurde auf der Konferenz aber leider nur oberflächlich beleuchtet. Es fehlte an konkreten Vorschlägen wie die beworbene Zusammenarbeit genau aussehen könnte. Es bleibt zu wünschen, dass Deutschland und Polen die Chance zur Zusammenarbeit im technisch-innovativen Bereich auch wirklich nutzen werden.

Text: Katharina Horn.

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