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Reel Deal: Cha-Lee ist beim neuen James Bond dabei

migration business berichtete bereits über die erfahrenen Kampfsportprofis und Schauspieler des Stuntman-Quintetts Reel Deal. Ab heute geht es weiter: In regelmäßigen Abständen berichten wir hautnah über die Erlebnisse des Teams und begleiten die jungen Männer auf ihrem Karriereweg durchs Filmgeschäft. In diesem Teil geht es für Cha-Lee nach London: Er wird beim neuen James Bond-Film „007 Skyfall“ mitwirken, der noch 2012 in die deutschen Kinos kommt.

Vor etwas mehr als einer Woche machte sich Cha-Lee auf den Weg nach London. Als Teil des neuen Bond-Films wurde er nahezu „königlich behandelt“: In der Business Class flog er den Heathrow-Flughafen in London an. Dort angekommen – wurde er bereits erwartet: Ein Chauffeur hielt ein Schild, auf dem Chas Name stand. Mit einer Limousine ging es dann weiter in das 5-Sterne Kensington Hotel im Zentrum der Stadt. Zum Glück konnte sich Cha am Ankunftstag gut ausruhen, denn gleich am nächsten Tag sollte das Training für den Film losgehen.

Cha begab sich zu einem der bedeutendsten Filmstudios weltweit

Gleich am nächsten Tag um 8 Uhr ging es los: Cha wurde von einer Limousine vor dem Hotel abgeholt und zu den bekannten Pinewood-Filmstudios gefahren, die etwa 40 Minuten von London entfernt sind. „Große Filme wurden hier schon gedreht und es war spannend für mich, zum ersten Mal auf dem Pinewood-Gelände zu sein“, erzählt Cha begeistert. Die Pinewood Studios sind britische Filmstudios, die zwischen dichten Kiefernwäldern (engl. pinewood) rund 32 Kilometer westlich von London liegen. Der Name Pinewood wird vor allem durch die James-Bond-Serie immer wieder in die Welt hinaus getragen, denn beinahe für jedes neue Abenteuer des Geheimagenten wird die eigens 1976 erbaute 007-Stage zu einer neuen imposanten Kulisse umgebaut. Große Filme wie Mission Impossible, Superman und Tomb Raider fanden hier bereits ihren Schauplatz.

Roger Yuan, der Bösewicht aus dem Jackie-Chan-Film „Shanghai Noon“ (links) und Cha-Lee von Reel Deal (rechts)

Das Training für den Film beginnt…

Viel Zeit zum Bestaunen blieb Cha nicht: Gleich ging es mit den Aufwärmübungen los – die kämpferischen Fertigkeiten wurden zur Schau gestellt.  Das Training wurde geleitet von Roger Yuan, der an der Seite von Jackie Chan im Film Shanghai Noon als Bösewicht zu sehen war.

Auf dem Trainingsprogramm stand einiges: Sie wollten feststellen, wer für welche Rolle geeignet ist und wer welche körperlichen Fertigkeiten mitbringt. Die Reaktionsfähigkeit wurde in einer einstudierten Kampfchoreografie mit Sturzbewegungen unter Beweis gestellt. Auch die Reaktion bei einer Explosion wurde trainiert.

Gefahren bei den Stunts…

Bei den Trainingstagen wird natürlich alles auf dicken Matten geprobt, was nicht minder gefährlich ist, da der Nacken sehr beansprucht wird. Cha vergleicht das ein wenig mit einem Autounfall: Der Kopf knallt bei einem Aufprall erst nach vorne und dann nach hinten. Im Auto gibt es dafür die Kopfstütze am Sitz. „Bei einem Stunt aber hat man den Boden! Deswegen ist es wichtig, nicht auf den Kopf zu knallen“, betont er. Am Drehtag wird selbstverständlich alles ohne Matten gedreht und man erhält Rückenprotektoren für die Wirbelsäule. Die Frage der Kleidung spielt auch eine wichtige Rolle: Manchmal hat man Glück und erhält lange Kleidung wie Pullover und Hose, sodass man sich noch Ellbogen- und Knieschoner darunter ziehen kann. Wenn die Actionszene allerdings den Sommer zum Schauplatz hat, trägt man meist T-Shirt und Shorts. „Da darf man dann keine Pads tragen!“, berichtet der geübte Stuntman.

Cha trainiert den Umgang mit Waffen

Aber auch Waffen kommen zum Einsatz. Cha und die anderen vor Ort erhalten Unterricht im Umgang mit Schusswaffen, und das direkt von Waffenexperten und Militärprofis. „Es sind echte Maschinengewehre, die so umgebaut wurden, dass sie auch Platzpatronen abfeuern können. Sonst ist alles echt, das Gewicht und das Material. Ich lernte in gestellten Teams verschiedene Manöver, wie man an sein Ziel näher rückt“, erklärt Cha. Gerade erst hat er mit anderen Stuntmännern das Schießen gelernt und erfahren, wie laut das Knallen der Waffen wirklich ist und welche Wucht sie eigentlich haben. „Ich habe großen Respekt vor Waffen“, sagt Cha selbst dazu.

Das alles war nur ein Ausschnitt des ersten Trainingstages: Jede Menge Informationen und Übungen in kürzester Zeit, die Cha beherzigen und vor allem gleich umsetzen muss. Im nächsten Teil erfahrt Ihr von den Strapazen und Schattenseiten des Stuntmen-Berufs.

Fortsetzung folgt.

 

Text: Dario Mohtachem

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