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Drei finnische Filme bei der diesjährigen Berlinale

Filmausschnitt: Iron Sky

Drei finnische Filme bei der diesjährigen Berlinale. Die finnische Science-Fiction-Komödie Iron Sky erlebt während der Berlinale in der Kategorie Panorama Special ihre Welturaufführung. Schon die Handlung des Film ist ungewöhnlich:

Nazis, die sich über 70 Jahre auf der dunklen Seite des Mondes versteckt hielten, greifen mit ihrer in der Zwischenzeit formierten gewaltigen UFO-Armada die nichts Böses ahnende Erde an.

Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin werden in diesem Jahr drei finnische Filme gezeigt: Neben dem außergewöhnlichen, bereits Kultstatus genießenden Iron Sky laufen die Dokumentation Säilöttyjä unelmia über den Lebenszyklus eines Erzeugnisses der Lebensmittelindustrie (in der Kategorie Culinary Cinema) und der Kurzfilm Hiljainen viikko (in der Kategorie Generation 14plus Short Film).

Iron Sky macht finnische Filmgeschichte

Iron Sky Concept art: Jussi Lehtiniemi
Iron Sky Concept art: Jussi Lehtiniemi

Am Science-Fiction-Film Iron Sky, einem Film mit schwarzem Humor, wurde lange und mit großer Beharrlichkeit gearbeitet. Der Streifen, der in der Zielgruppe bereits vor seiner Premiere Kultstatus genießt, feiert bei der Berlinale in der Kategorie Panorama seine Weltpremiere.

Die Autoren sind zufrieden mit dieser Auswahl, denn nach ihrer Meinung stellen die Panorama-Filme die Berlinale-Creme der Autorenfilme dar. Für die Kategorie werden nur Produktionen ausgewählt, die eine einzigartige Handschrift und frischen Wind versprechen. „Aus dem Blickwinkel der Einkäufer ist die Kategorie Panorama von allen die interessanteste, weil sie neue Macher und neue Tendenzen präsentiert. Das ist eine hervorragende Unterstützung für unsere Bemühungen, Iron Sky in der ganzen Welt bekannt zu machen“, meint Produzent Tero Kaukomaa.

Iron Sky, der in Finnland Anfang April Premiere haben wird, ist die größte Produktion in der finnischen Filmgeschichte überhaupt. Die Vertriebsrechte für die mit einem Budget von 7,5 Millionen Euro produzierte Science-Fiction-Komödie wurden bisher schon in etwa 30 Länder verkauft.

Die Regie lag in den Händen von Timo Vuorensola, der nach einer Originalgeschichte von Johanna Sinisalo auch mit Michael Kalesniko zusammen das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen spielen Christopher Kirby, Julia Dietze, Götz Otto, Peta Sergeant, Udo Kier sowie Stephanie Paul.

Kurz vor der Berlinale äußerte sich Timo Vuorensola wie folgt über die Gedanken des Autorenteams: „Es ist super, dass die jahrelange Arbeit an Iron Sky gerade mit der Welturaufführung in Berlin ihren Höhepunkt findet. Ich hoffe, dass die antifaschistische Aussage des Films durch die Aufführung eine noch breitere Resonanz findet, die das Tor zum internationalen Erfolg öffnet. Ich bin so stolz und glücklich ob des Teams und des Films, dass ich fast platzen möchte. Die Arbeit der vielen Jahre war nicht umsonst.“

Eine Konservendose als Metapher für das multikulturelle Europa

Der finnische Dokumentarfilm Säilöttyjä unelmia öffnet dem Publikum die Augen über die unglaubliche, mehr als 30 000 km lange Reise einer global hergestellten Konserve bis in das Regal eines finnischen Supermarktes. Die Reise nimmt ihren Anfang in einem brasilianischen Erzbergwerk, führt zur Weiterverarbeitung in viele verschiedene Länder und endet schließlich in einer Konservenfabrik in Frankreich.

Die Dokumentation wurde in zehn Ländern gedreht und berichtet vor allem über das Leben und die Träume der an der Produktion Beteiligten. Hinter jedem fertigen Erzeugnis stecken unzählige arbeitende Hände, und so wird die Konservendose zu einer Metapher für das multikulturelle Europa.

Der Film der Regisseurin Katja Gauriloff wurde für die Berlinale-Kategorie Culinary Cinema ausgewählt, die für Produktionen gedacht ist, in denen es um Ernährung, Gesellschaft und Umwelt geht. Die Premiere des Films in Finnland fand am 27. Januar 2012 statt.

Berlinale

Berlinale führt Filmfachleute und Publikum zusammen

Zur Aufführung bei der Berlinale kommen nicht irgendwelche x-beliebigen Filme, sondern ein veränderliches Spektrum der interessantesten Premieren des Jahres sowie anderer neuer Produktionen. Gezeigt werden für einen breiteren Vertrieb vorgesehene abendfüllende Spielfilme sowie Kurz-, Dokumentar- und Kunstfilme. Auch beleben für die junge Generation der Kinogänger gedachte Filme und die Arbeiten von Studenten das Programm.

Die 10-tägige Berlinale führt auch in diesem Jahr wieder in der Umgebung des Potsdamer Platzes sowohl die Creme der Filmwelt als auch künftige Stars und etwa 300 000 Kinobesucher zusammen. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die vom 9. bis 19. Februar nun schon zum 62. Mal stattfinden, gehören neben den Festspielen in Venedig und Cannes zu den ältesten und renommiertesten ihrer Art.

(Botschaft von Finnland, Berlin)

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