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Ein Tag in grün

Der anlässlich des St. Patrick’s Day traditionell grün gefärbte Chicago River

Haben Sie gestern auch mehr Menschen in grün gesehen als an jedem anderen Tag im Jahr? Dann war das kein Zufall, denn gestern war es wieder so weit: In Deutschland kleideten sich tausende Menschen in grün und tranken literweise irisches Bier. Selbst der Berliner Fernsehturm erstrahlte in der irischen Nationalfarbe. Millionen Menschen weltweit feiern jedes Jahr einen Tag lang in grün.

 

 

 

 

Der 17. März ist in Irland ein gesetzlicher Feiertag – der St. Patrick’s Day, der weltweit von Iren, irischen Emigranten und zunehmend auch von Nicht-Iren gefeiert wird. In Dublin und den meisten anderen irischen Städten machen große Paraden und vielfältige laute Aktivitäten den St. Patrick’s Day zu einem bunten Volksfest. Die weltweit größten Paraden finden in Dublin, München, New York, Boston, New Orleans, Chicago, London, Manchester und Savannah statt.

Der grüne Tag in Deutschland

Doch auch in Deutschland feiern zunehmend viele junge Menschen diesen Tag. In München finden seit 1996 jährlich Paraden zum St. Patrick’s Day statt. Nicht nur irische, schottische und englische, sondern auch einige deutsche Gruppen nehmen daran teil. Irische Musik und irischer Tanz bestimmen dann das Bild rund um die Flaniermeilen Ludwig- und Leopoldstraße und laden hunderte Münchner zum Mitfeiern ein.

 

 

Der junge Berliner Sascha P., der einen Monat in Irland war, brachte diesen Brauch mit nach Deutschland und feiert inzwischen jedes Jahr den St. Patricks Day. „Dieser Tag ist für mich wichtiger geworden als mein eigener Geburtstag“, sagt er selbst dazu und begeistert jedes Jahr aufs Neue seine Freunde dafür.

Woher kommt der St. Patrick’s Day?

Es handelt sich dabei um einen gesetzlichen Feiertag in Irland zu Ehren des Nationalheiligen Patrick. Er brachte als erster christlicher Missionar im frühen Mittelalter das Christentum nach Irland. Bei seiner Ankunft sollen alle Schlangen und giftigen Tiere die Insel verlassen haben. Patrick habe die letzte Schlange Irlands in eine Kiste gelockt und ihr versprochen, sie morgen wieder herauszulassen. Auf die Frage der Schlange, wann denn „morgen“ sei, antwortete er stets „morgen“. Schließlich warf er die Kiste ins Meer. Daher werden jedes Jahr Kunst-Schlangen, die ihre roten Zungen bedrohlich aus Papier- und Plastikleibern recken, durch die irische Hauptstadt Dublin getragen.

 

Text: Dario Mohtachem.

1 Kommentar

  1. Uri

    Dass man den St. Patricks Day so feiert, dürfte aber auch eher ein US-Import sein. Das ist halt gehypt, weil es plötzlich alle feiern, so wie den Super Bowl alle schauen, obwohl sie sich sonst nie dafür interessiert haben…

    Die Iren schauen natürlich auch auf die US-Amerikaner herab, die sich selbst besonders „irisch“ geben…

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