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Gauck erntet Lob

Joachim Gauck, der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, gewählt am 18. März 2012, hat gestern seine erste große Rede gehalten. Mit der Rede „Euer Hass ist unser Ansporn“ rief er zu mehr Selbstbewusstsein und Verantwortung auf und warb für eine aktive Demokratie. Das Feedback von Seiten der politischen Parteien und Zeitungen war durchweg positiv.

„In unserem Land sollen auch alle zu Hause sein können, die hier leben. Wir leben inzwischen in einem Staat, in dem neben die ganz selbstverständliche deutschsprachige und christliche Tradition Religionen wie der Islam getreten sind, auch andere Sprachen, andere Traditionen und Kulturen“.

Gauck möchte den Kurs seines Vorgängers Christian Wulff fortsetzen, der stets auf Dialog zwischen den Kulturen und Menschen unterschiedlicher Herkunft gesetzt hat.

„Unsere Verfassung spricht allen Menschen dieselbe Würde zu, ungeachtet dessen, woher sie kommen, woran sie glauben oder welche Sprache sie sprechen. Sie tut dies nicht als Belohnung für gelungene Integration, sie versagt dies aber auch nicht als Sanktion für verweigerte Integration“, betont der der frühere evangelische Pastor und DDR-Bürgerrechtler.

Wie der Tagesspiegel heute berichtete, sagt Joachim Gauck dem Rechtsextremis in Deutschland den Kampf an: „Ihr werdet Vergangengeit sein, und unsere Demokratie wird leben“.

Und wenn wir uns die unzähligen Beispiele von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland anschauen, die in der deutschen Politik, Wirtschaft und im Kulturbereich wirken und über die wir bereits berichtet haben, können wir dann auf all diese Menschen verzichten – die längst ein Teil Deutschlands geworden sind?

Die komplette Rede von Joachim Gauck am 23.3.2012 (Quelle: Spiegel Online):

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