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Lorenz erzählt aus Afrika – Teil 2

Seit Lorenz in seiner neuen Heimat am ostafrikanischen Horn angekommen ist, sind nun schon einige Tage vergangen.  An das laute Morgengebet des Imam hat er sich flugs gewöhnt. Nachdem er den alten Mann mit der brüchigen Stimme persönlich kennen lernen durfte, bewundert er dessen hartnäckiges Geschrei, tagein tagaus, jeden Morgen zur selben Zeit. Auch Lorenz Magen hat mittlerweile mit dem sauer gegorenen Injeera-Brot Frieden geschlossen, welches zu jedem Essen gereicht wird, selbst wenn es ihn manchmal doch in die Arme der internationalen Küche treibt.

Lorenz kulinarischer Alltag sieht überraschend abwechslungsreich aus:

 

Zum Frühstück gönnt er sich meist einen cremigen Erdbeer-Bananen Smoothie. Bei einem Preis von einem Euro pro 500g Erdbeeren kann der Fitnessfan auch beherzt zulangen, obwohl er damit schon den „Foreigni“-Preis zahlt! Bei Import-Produkten muss er jedoch Abstriche machen:  Ein Päckchen Philadelphia kostet umgerechnet 6 Euro – da weicht der Cremekäse-Liebhaber doch lieber auf lokale Milchprodukte aus. Sonst steht auch noch reichlich frisches Gemüse auf dem Speiseplan, denn das gibt es hier zum  Spottpreis.

Zum Mittagessen vertraut Lorenz auf die Künste einer Dame, die eine kleine Zauberküche nahe Lorenz Büro betreibt. Hier gibt es einen ganzen Mittagstisch für einen Euro und dazu noch Cola für die Verdauung. Neben hausgemachter Pasta bereitet die Köchin vor allem typisch äthiopische Gerichte zu, immer und in jedem Fall eingerollt oder serviert auf Injeera Brot.

 

 

Verzicht übt Lorenz auch abends nicht. Er geht regelmäßig essen, erst recht seitdem er einen tollen Burgerladen ausgemacht macht, dessen Burger besser schmecken als in Deutschland, wie er schwärmt. Sparen kann er da allerdings nicht wirklich – ein Exemplar der amerikanischen Köstlichkeit plus Pommes Frites kostet 60 Birr, umgerechnet 3 Euro. Das ist für äthiopische Verhältnisse schon recht viel, aber trotzdem eine tolle Grundlage für lange Tanzabende.

 

Lorenz neueste Entdeckung ist „Spris“ , eine explosive Mischung aus Kaffee und schwarzem Tee – ein ideales Wachmachergetränk, das gut schmeckt und dem feierwütigen Berliner nach langen Nächten in den Clubs und Bars von Addis Abeba schnell wieder auf die Beine hilft! Wer mehr über den Wundertrunk erfahren will, liest  hier demnächst mehr dazu!

Großer Burger mit PommesKaffee und Tee

 

 

 

Text: Maximiliane Schwerdt

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