«

»

Christian Lindner: Kulturelle Vielfalt ist ein Freiheitsgewinn

Der aktuelle FDP-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner, kritisierte, dass in dem Integrationsdiskurs „religiöse Werte bedeutsamer scheinen als republikanische.“ In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.10.2010 sagte Lindner: „Das Christentum ist nicht die deutsche Staatsreligion, sondern ein persönliches Bekenntnis der Bürger.“

Deutschland sei ein liberales Land, in dem die Bürgerinnen und Bürger an das glauben können, was sie wollen. Die Religionsfreiheit ist ein deutscher Wert, den es zu verteidigen gilt. In der Debatte um Integration, sollte man mehr über gemeinsame Werte anstatt über Religionen sprechen. Nicht alle Deutschen teilen die Werte von Freiheit, Demokratie und Toleranz. Jedoch reichen die Wurzeln unserer Verfassungsidee zurück bis nach Athen und Rom, ihre Prinzipien seien seit der Französischen Revolution erkämpft worden – „oft genug gegen den Widerstand der Kirchen.“

Der FDP-Politiker fügte hinzu: „Die alten Prägekräfte von Religion und Nation lassen nach, neue kulturelle und kosmopolitische Einflüsse nehmen zu.“ Diese Vielfalt sei „ein Freiheitsgewinn, wenn wir die Frage nach der verbindenden Identität republikanisch beantworten: Menschen unabhängig von Herkunft, Glaube oder Geschlecht können als Bürgerinnen und Bürger mit gleichen Rechten und Pflichten am politischen Gemeinwesen teilhaben“, sagt Lindner.

 

Text: Joel Cruz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>