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Ein Deutscher im Urwald

links: Rainer Simons, Mitte: Botschafter Jurado

Ausgefallene Zeremonien am Fuße eines Vulkans, stolze indianische Jäger und atemberaubende Landschaften: all das kann in der Foto-Ausstellung der ecuadorianischen Botschaft zur Zeit bewundert werden. Die Botschaft präsentiert Werke des Regisseurs Rainer Simons, der bereits seit den 80er Jahren eine Faszination für den südamerikanischen Kontinent hegt.

 

 

 

 

 

Am 07.05.2012 lud die ecuadorianische Botschaft in Berlin zur Eröffnung von Rainer Simons Ausstellung „Leben mit Mutter Erde“ ein. Der bekannte DEFA-Regisseur und Buchautor zeigte Fotos von seinen Reisen in Ecuador aus einem Zeitraum von über 20 Jahren. Zu sehen ist die lebendige Welt der indigenen Ecudorianer aus dem Hochland der Anden und dem Regenwald im Osten. Die Ausstellung spiegelt die Vielfalt des Landes und seiner Einwohner wider und wurde bereits weltweit in Städten wie Quito, New York, Sofia, Posdam und Dresden gezeigt.

 

Freundschaft Plus

Der ecuadorianische Botschafter Jorge Jurado leitete die gut besuchte Veranstaltung ein und erklärte: „Rainer Simons ist ein Freund Ecuadors“. Und tatsächlich hat sich im Laufe der Zeit ein inniges Verhältnis zwischen dem Regisseur und dem südamerikanischen Land entwickelt.  1988 reiste Simon erstmals für seinen Film „Die Besteigung des Chimborazo“ nach Ecuador. Er kehrte immer wieder zurück.  Es entstanden verschiedene Produktionen und Dokumentarfilme wie „“Die Farben von Tigua“ und „Der Ruf des Fayu Ujmu“.  Simons stellt fest: „Ecuador ist meine zweite Heimat geworden und es sind viele Freundschaften entstanden“. Erst im Januar diesen Jahres kehrte er von seiner letzten Reise zurück.

Intime Einblicke

Die ausgestellten Bilder dokumentieren das facettenreiche Leben der indianischen Stämme. Neben stolzen Jägern und Schamanen wurden auch Zeremonien und traditionelle Feste auf Bildern festgehalten. Bedeutungsvolle Stätten und Gebäude der Einwohner sind ebenfalls in der Ausstellung vertreten.  Simons bemerkt, dass manch abgebildete Stätte heute bereits nicht mehr existiert. Ein Zeichen wie zerbrechlich diese Welt ist. Einen Schritt in die richtige Richtung, zur Sicherung der indianischen Kultur und Lebensweise, gelang mit der neu eingeführten Verfassung 2008. Sie stellt Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Gleichstellung aller Kulturen in den Vordergrund. Damit ist Ecuador das erste Land weltweit, das diese Werte als oberste Regierungsprinzipien einführt.

 

Simons stellte neben seinen fotografischen Werken auch sein aktuelles Buch „Hinter dem Bild“ vor und gab eine kurze Lesung. Das Buch eröffnet einen einmaligen und intimen Einblick in die unbekannte Welt der Indianer und zeigt Simons Verbundenheit mit der indianischen Kultur. Er betont vor allem die Beziehung der Indianer zur Natur und meint: „Hier habe ich Reichtümer kennengelernt, die in Europa längst vergessen sind“.

 

Text: Katharina Horn

 

 

 

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