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Frauen entdecken berufliche Vielfalt

Am 26. April öffneten bundesweit Betriebe und Institutionen ihre Türen für Schüler der 5. bis 10. Klasse. Im Zuge des einmal jährlich stattfindenden Girl’s Day erhielten alle interessierten Mädchen die Möglichkeit Studiengänge und Ausbildungsberufe vor allem aus Technik, IT, Handwerk und den Naturwissenschaften kennen zu lernen. 150 000 Schüler nahmen an der Aktion teil, darunter 117 000 Mädchen und 33 000 Jungen. Am gleichzeitigen Boy’s Day können sich Jungen über Berufe in Kinder-Tagesstätten oder Pflegeberufe informieren.

Warum der „Girls Day“?

Hintergrund des Girl’s Day ist es, Frauen mehr für solche Berufe zu begeistern, in denen sie  bisher noch unterrepräsentiert sind. Dabei handelt es sich überwiegend um naturwissenschaftlich-technische Berufsgruppen. So kann die Aktion zum steigenden Beschäftigungswachstum von Frauen in diesem Bereich beitragen, indem sich mehr Mädchen für einen naturwissenschaftlich-technischen Berufsweg entscheiden, nachdem sie Aufgaben und Betriebe kennen lernen konnten.

Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz

In diesem Jahr war es ein besonderes Anliegen mehr Mädchen mit Migrationshintergrund für die angebotenen Projekte zu begeistern. Unter dem Motto „Vielfalt entdecken“ hat die bundesweite Koordinierungsstelle Kompetenzzentrum daher ein Themendossier erstellt. So porträtierten sie Frauen unterschiedlicher Herkunft, welche an vergangenen Girl’s Days teilnahmen und heute in einem technischen Beruf arbeiten. Außerdem wurde der Elternbrief mit dem die Schülerinnen vom Unterricht befreit werden in die zehn häufigsten Sprachen in Deutschland übersetzt. Für die Mädchen soll aber vor allem deutlich werden, dass Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenzen ein berufliches Potential bieten, dass es zu nutzen gilt, denn sie werden als besondere Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt anerkannt.

Was ist der „Girls Day„?

Dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zufolge gehen etwa ein Drittel der Jugendlichen mit Migrationshintergrund in eine duale Berufsausbildung. Der Anteil von ausländischen Frauen in einer Ausbildung liegt bei 29 Prozent. Der Girl’s Day wird von der Bundeskanzlerin, der Bundesfamilienministerin, der Bundesbildungsministerin, sowie zahlreichen Verbänden aus Politik und Wirtschaft unterstützt. Die Aktion startete im Jahr 2001 und findet jeden vierten Donnerstag im April statt.

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