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Ein Park voller Ideen und Visionen

Am 5. und 6. Juni präsentierten sich am Schloss Bellevue fast 200 Aussteller aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden, Stiftungen und Politik. Gemeinsam mit anderen Experten diskutierten sie im Schlossgarten in zahlreichen Fachforen und präsentierten innovative Umweltschutztechnologien und –projekte. „Wir werden sie alle brauchen“ stellte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Eröffnungsrede fest.

Die Aussteller konzentrierten sich auf Themen wie Mobilität, Wiederverwertung, erneuerbare Energien und Bildungsprojekte

Neben CO2-neutralen und energieeffizienten Häusern wurden auch Innovationen aus der Bionik vorgestellt oder Strategien gegen Lebensmittelverschwendung aufgezeigt. Firmen, wie die Daimler AG oder car systems, stellten ihre Konzepte zu Elektromobilität vor. Das Karlsruher Institut für Technologien etwa präsentierte mit bioliq einen BTL- Kraftstoff aus Biomasse.

Die Effizienzsteigerung von Anlagen für erneuerbare Energien war ebenfalls ein Thema der Woche der Umwelt. Deutsche Wind Guard zeigte Rotorblattmodifizierungen zur Verbesserung der Windenergieanlagen und der Maschinenbaustudent Ridha Azaiz (Bild rechts) präsentierte einen Reinigungsroboter von Solarbrush, der Verschmutzungen auf der Oberfläche von Solaranlagen beseitigt und auf diese Weise die Energiegewinnung erhöht.

Nachhaltigkeit spielt aber nicht nur für die Gesellschaft im Allgemeinen, sondern auch für Unternehmen eine wesentliche Rolle. Daher präsentierten Azubis von Blechwarenfabrik Limburg GmbH ihren Beitrag in ökologischen, ökonomischen, sozialen Projekten um auf die Bedeutung dieser Arbeit aufmerksam zu machen. Noch weiter geht die gemeinnützige Projektgesellschaft Leuchtpol, die mit Erziehern/-innen Bildungskonzepte für nachhaltige Entwicklung in Kindergärten erarbeitet. Die Kinder sollen so mit Projekten, wie „Die Kuh im Kühlschrank“ schon früh etwas über Ernährung, Mobilität oder nachhaltigen Konsum lernen.

Yesil Cember/BUND e.V. setzt sich schließlich dafür ein, türkischsprachige Migrantinnen in Deutschland für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zu aktivieren.

„Langfristig ist ökonomisch nur sinnvoll, was ökologisch vernünftig ist.“

Rund 10 000 Besucher wurden zur Woche der Umwelt erwartet. Der Bundespräsident forderte zur lebhaften Debatte auf, denn gerade das sei „die Stärke von Demokratie und Marktwirtschaft: der Wettstreit um den besten Weg.“ Ein globales Klimaabkommen ist dabei nur eines von vielen zukunftsträchtigen Vorhaben. Gauck verwies auch auf die Bedeutung des Weltgipfels Rio +20 am 20.6.-22.6.2012: „Weltgipfel verändern die Welt zwar nicht von heute auf morgen. Aber dort werden gemeinsame Versprechen abgegeben.“ Nachhaltigkeit sei letzten Endes kein Verzicht, sondern Verantwortung und Vernunft.

Partner der Veranstaltung ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Hubert Weinzierl, Kuratoriumsvorsitzender der DBU, betonte in seiner Rede die zukünftigen Herausforderungen für die es Antworten zu finden gilt: Energiewende, Ressourceneffizienz, eine wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Verlust von der Lebensgrundlage Natur. Die Woche der Umwelt sei eine geeignete Plattform, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen und über Lösungen zu diskutieren.

Eindrücke von der Woche der Umwelt in Bildern:

Was wir alles wegschmeißen Podiumsdiskussion über die Autos der Zukunft

Innovative Autos mit SolarstromWir werden freundlich empfangen

Auch der Shuttle ist energiesparend Johannes Rau im Garten vom Bellevue?

Das ist nicht der Botanische Garten, sondern das Bellevue Energie sparen kann sexy sein

Schloss Bellevue  Gauck & Co stolzieren

Deutschland, Europa, UmweltGaucks Rede (Woche der Umwelt)

Ridha Azaiz: Maschinenbaustudent erfindet Solarbrush-RoboterMedienpartner Deutschlandfunk

 

Text: Catharina Jucho

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