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Entschlossen zum Erfolg

Brigitte Groß ist „Berliner Unternehmerin des Jahres 2012/2013“. Die Gründerin und Geschäftsführerin der alpha-board GmbH erhielt gestern von Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz, IBB- Vorstandschef Ulrich Kissing und Staatssekretär Farhad Dilmaghani, stellvertretend für Frauensenatorin Dilek Kolat, die Gewinner- Trophäe. Den zweiten Platz gewann Barbara Jaeschke, Gründerin des GLS Sprachenzentrum, und Drittplatzierte wurde Katrin Rohnstock von Rohnstock Biografien.

Mit dem Preis würdigt das Land Berlin nun zum fünften Mal herausragende Unternehmerinnenpersönlichkeiten. Entschlossenheit ist eine wesentliche Charakterstärke aller drei Kandidatinnen. Sybille von Obernitz sah dieses „Dranbleiben“ als wesentliches Kriterium für ein erfolgreiches Unternehmertum. Dilmaghani betonte den essentiellen Beitrag der drei Unternehmerinnen zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Berlin. Schließlich riet Ulrich Kissing noch allen Gründerinnen neben einer Fokussierung auf den Markt vor allem auf ihre Stärken und das eigene Können zu vertrauen.

Die Erstplatzierte

Mit 41 Jahren fasste Brigitte Groß einen Entschluss: Sie sah keine Chance, in ihrem Beruf als Planungsökonomin eine Anstellung zu finden, und schuf sich ihren Arbeitsplatz mit der Gründung ihrer Firma selbst. Die alpha-board GmbH bietet Elektronik-Design und Fertigungsservice für Unternehmen, u. a. aus der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie Automotive. Als Gesellschafterin und Geschäftsführerin prägte sie von Anfang an das Unternehmen. Nach dem Ausscheiden der anderen Gesellschafter baute sie es zu einem Familienunternehmen aus, mit ihrem Sohn als zweitem Geschäftsführer und Unternehmensnachfolger.

Die herausragenden Leistungen von Brigitte Groß überzeugten die Jury hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Unternehmens, verbunden mit einer innovativen Geschäftsidee und ihrer Durchsetzungskraft in einer männerdominierten Branche. Ausbildung und Work-Life-Balance sind Pfeiler der Personalpolitik von Brigitte Groß. Sie setzt auf die Schaffung und den Erhalt qualifizierter Arbeitsplätze und überzeugt mit ihrem Engagement bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

Die weiteren Finalistinnen

Zweitplatzierte wurde Barbara Jaeschke, Gründerin und Geschäftsführerin des GLS Sprachenzentrums. Unter dem Motto „Wir bringen Menschen ins Gespräch“ holt sie mit ihrer Sprachschule jährlich ca. 4.000 Menschen aus 50 Nationen zu Sprachkursen nach Berlin. Für rund 3.000  Sprachschülerinnen und -schüler aus dem deutschsprachigen Raum organisiert sie entsprechende Reisen ins Ausland. Ergänzend zu diesem Angebot vermietet das Unternehmen auf dem firmeneigenen Campus Veranstaltungsräume und betreibt ein eigenes Restaurant und Hotel. Mit dem Erwerb und der Sanierung des Oderberger Stadtbads im Jahr 2011 strebt Barbara Jaeschke nicht nur eine nachhaltige Unternehmenserweiterung an, sondern leistet zudem ihren Beitrag zum Erhalt des Schwimmbads für internationale Gäste und Kiezbewohnerinnen und -bewohner.

Der dritte Platz ging an Katrin Rohnstock. Sie hat sich mit ihrem Unternehmen Rohnstock Biografien auf das Verfassen von Autobiografien, Familien-, Firmen- und Ortsgeschichten spezialisiert und damit eine originäre Geschäftsidee in ein erfolgreiches Unternehmen verwandelt. Mit ihrer Unternehmensidee schuf sie zudem ein neues Berufsbild: In firmeneigenen Seminaren werden erfahrene Autoren zu Autobiografikern ausgebildet. Darüber hinaus etablierte sie mit dem „Erzähl-Salon“ ein neuartiges Veranstaltungsformat, das Menschen einlädt, ihre Erinnerungen und Erfahrungen zu lokal- und alltagsgeschichtlichen Themen zu teilen.

Die Wahl fiel der Jury auch in diesem Jahr nicht leicht: Die Bewerbungen zeigten erneut, dass Berlin ein Ort innovativer, kreativer und erfolgreicher Unternehmerinnen ist. Die drei Finalistinnen überzeugten auf besonders bemerkenswerte Weise durch ihre Umsatzentwicklung, ihre visionäre Geschäftsidee und ihre Unternehmerinnenpersönlichkeit mit Vorbildcharakter.

 

Text: Catharina Jucho.

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