«

»

Sehnsucht nach mehr

Was haben japanische und deutsche Klassische Musik gemeinsam? Viel, wenn es nach Pianist Taro Akatsuka geht: „Beide sind geprägt von Einsamkeit, Wehmut und Sehnsucht“. Der in Japan geborene Musiker trat gemeinsam mit Baritonsänger Kenichi Konno am 27.06.2012 in der Japanischen Botschaft auf und präsentierte ein Programm aus deutschen und japanischen Liedern.

Wer kulturelle Highlights erleben möchte, für den lohnt sich durchaus ein Blick in das vielfältige Angebot der Botschaften in Berlin. Neben Vernissagen und Festvorträgen werden auch Konzerte mit hochkarätigen Künstlern veranstaltet, die man oft kostenfrei besuchen kann.  So veranstaltete beispielsweise die Japanische Botschaft einen Liederabend mit den japanischen Musikern Taro Akatsuka und Kenichi Konno. Für Botschaftssekretärin Aki Sugaya war dies ein einmaliges Erlebnis: „Es ist schwierig beide Künstler an einen Ort zu bekommen, deshalb ist dieser Abend etwas ganz Besonderes“.

Schubert meets Yamada

Kenichi Konno studierte unter anderem in Kyoto, Niigata, Freiburg und München und nahm an zahlreichen Meisterklassen teil. Er gibt Liederabende in seiner Heimat Japan und in Deutschland, ist als Konzertsänger tätig und bekleidete schon Opernrollen wie den Papageno in Mozarts Zauberflöte.  Am Abend präsentierte er Stücke von Schubert, Schumann und Strauss ebenso sicher, wie die traditionellen Lieder von Kosaku Yamada, dem Pionier klassischer japanischer Instrumentalmusik.

Ein seltenes Vergnügen

Taro Akatsuka  studierte in Tokyo und Karlsruhe und lernte Kenichi Konno bei einer Meisterklasse in Japan kennen. Er war Stipendiat des Japanischen Ministeriums für Kultur und arbeitet als Lehrbeauftragter an einer Musikschule in Tokyo. Ein besonderes Merkmal der japanischen Kultur ist für ihn die Reflexion über das eigene Leben: „Der Japaner denkt viel über die Vergangenheit nach“. Seit 2011 lebt er wieder in Japan, weshalb Auftritte in Deutschland seltener geworden sind. Als Duo treten die beiden Musiker sonst nur in Tokyo auf. Um so schöner, dass die Japanische Botschaft die Gelegenheit ergriff, sie dem deutschen Publikum vorzustellen.

Text: Katharina Horn.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>