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Kahlefeld: Schlecht vorbereitet bei Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Berlin wird endlich aktiv in der Umsetzung des Gesetzes zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Dazu meint die Grünen Abgeordnete, Susanna Kahlefeld (Foto), Sprecherin für Partizipation und Gleichbehandlung von Migrantinnen, zur Eröffnung der Erstanlaufstelle: Alles Gute zur Eröffnung der Erstanlaufstelle! Wenig transparent ist allerdings laut einer Kleinen Anfrage die Vergabepraxis an einen der Träger, „die sich bereits beim Integrationsbeauftragten persönlich vorgestellt hatten.”Auch die kurze Bewerbungsfrist über die Weihnachtsfeiertage ist unbefriedigend.

Lange genug hat es gedauert, bis Deutschland Schritte in die richtige Richtung unternommen hat. Seit April haben Migrantinnen in Deutschland einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr Berufsabschluss aus dem Heimatland innerhalb von drei Monaten überprüft wird. Stimmt die Qualifikation mit den deutschen Anforderungen nicht überein, müssen zumindest die erworbenen Kenntnisse bescheinigt werden. Zudem soll es Möglichkeiten geben, Anschlussqualifikationen zu erwerben, die dann den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Berlin ist schlecht vorbereitet. Die Erstanlaufstelle eröffnet fast ein Vierteljahr nach dem Inkrafttreten des Gesetzes. Das ist verschenkte Zeit.

Der Senat sollte schnell Regelungen für Berufe vorlegen, für die Berlin zuständig ist , wie Lehrerinnen, Sozialpädagoginnen und Ingenieurinnen. Wir brauchen für alle Bereiche Anschlussqualifikationen und eine Klärung, wer die Kosten übernimmt. Die Sommerferien sollten dafür genutzt werden, ein Verschieben in den Herbst ist nicht akzeptabel.

 

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