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Migranten gründen immer mehr Dienstleistungsfirmen

Die Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft werden Prognosen zufolge besonders stark wachsen. Gute Voraussetzungen für Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund. Deutschland entwickelt sich zunehmend zu einer Wissens- und Servicegesellschaft. Diesem Trend folgen auch Einwanderer in Deutschland. StartUps mit Migrationshintergrund, die mit Innovationen auf den Markt kommen, sind der Motor für die Erneuerung der Wirtschaft und sorgen nicht nur für mehr Wettbewerb, sondern auch für zukunftssichere Arbeitsplätze. Da die nächste Generation der Deutschen mit Migrationshintergrund nach gesellschaftlicher Anerkennung strebt, akademische Abschlüsse erlangen und Firmen gründen, gehören zu diesen Gründungen immer mehr Unternehmen aus den wissens- und serviceintensiven Branchen, wie zum Beispiel Ingenieurbüros oder Beratungsunternehmen. Vor allem den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft wird ein hohes Wachstum- und Gründungspotenzial von Wirtschaftsexperten bescheinigt.

Die IKT-Branche zählt pro Jahr rund 10.000 Neugründungen, davon ca. 3.500 Deutsche mit Migrationshintergrund. Studien zufolge erwarten 90 Prozent der jungen IKT-Unternehmerinnen und Unternehmer in naher Zukunft steigende Auftragszahlen. Der Trend geht in Richtung technologieorientierte Dienstleistungen. Ihr Anteil an allen Dienstleistungen beträgt derzeit rund vier Prozent. Auf den Hightech-Sektor macht das einen Anteil von rund 85 Prozent aus und wird weiter steigen. Allein die Zahl der Gründungen in der Softwarebranche erhöht sich jährlich um mehr als 15 Prozent. Eine Entwicklung, die vielfältige Geschäftsideen, neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze im Bereich IKT erwarten lässt.

Der Kreativsektor ist eine treibende Wirtschaftskraft in Deutschland. In dieser Branche wird viel und vielfältig gegründet. Über 244.000 Unternehmen in Deutschland zählen zur Kultur- und Kreativwirtschaft, die über 720.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer beschäftigen. Mit 11 Teilmärkten wie beispielsweise der Filmwirtschaft, dem Kunstmarkt oder der Werbe- und Medienwirtschaft ist diese Branche breit aufgestellt und auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. In der Software- und Game-Industrie ist die Zahl der Unternehmen, in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gestiegen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt die Kreativszene mit der Initiative „Kultur- und Kreativwirtschaft“.

 

Bildnachweis: Joel Cruz (Foto: Tatjana Bessedine)

 

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