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Amados Erbe

„Jorge Amado hat uns Deutschen das Brasilianische Denken und Fühlen beigebracht“. Mit dieser Feststellung von Friedrich Prot von Kunow, dem ehemaligen Botschafter in Brasilien, begann am Abend die gut besuchte Jubiläumsverstaltung zu Ehren des 1989 verstorbenen Schriftstellers in der Brasilianischen Botschaft .

Wie kaum ein anderer Schriftsteller hat Jorge Amado die Menschen mit seinem Heimatland Brasilien bekannt gemacht. Seine weltweite Bedeutung wurde von Prot von Kunow gewürdigt, der seine persönliche Verbindung zu dem Schriftsteller in seiner Einführungsrede bekundete: „Über Amado bin ich an die Brasilianische Kultur gekommen. Er gehört zu den ganz großen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts“.

Reise durch Amados Schaffen

Den Auftakt des künstlerischen Teils des Abends bildete eine beeindruckende Capoeira-Show, die Amados Werk „Herren des Strandes“ thematisierte. Danach folgten einige Szenen des Theaterstücks „Die Liebe der Soldaten“ , welche von Berliner Portuguiesisch Studenten gelesen wurden. Das Highlight des Abends war die Darbietung einiger Szenen aus Amados „Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá“. Die humorvolle und eindrucksvolle Vorstellung zog das Publikum in seinen Bann und wurde mit einem tosenden Applaus belohnt. Beendet wurde die künstlerische Reise durch das Werk Amados mit dem Lied „É doce morrer no mar-Süß ist es, auf See zu sterben“, welches von dem brasilianischen Sänger Edson Cordeira vorgetragen wurde. Alles in allem unterstrichen die doch sehr unterschiedlichen Programmpunkte der Festveranstaltung die Vielfältigkeit des Werkes von Jorge Amados.

„Die Lehre der Liebe“

Paloma Jorge Amado, die Tochter des Literaten, war eigens für die Jubiläumsveranstaltung nach Berlin gereist und sichtlich berührt. „Mein Vater hat diese Stadt sehr geliebt, sie war für ihn ein Symbol der Freiheit“. Sie lobte die verschiedenen künstlerischen Interpretationen der Werke ihres Vaters und äußerte ihre Freude über die gelungene Feier: „Die Veranstaltung gibt genau den Geist meines Vater wieder. Die Lehre, die er der Welt hinterlassen hat, ist die der Liebe“. Die Veranstaltung trägt dazu bei, dass Amado’s Erbe nicht in Vergessenheit gerät und auch neue Leser mit dem lateinamerinkanischen Autoren bekannt gemacht werden.

 

Text: Katharina Horn.

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