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Brauchen wir Ethnomarketing wirklich?

In Deutschland leben laut offizieller Statistik ungefähr 5 Millionen russischsprachige Mitbürger und Mitbewohner. Insgesamt sind es drei Generationen. Die erste davon ist noch sehr stark vom Leben in der Sowjetunion geprägt, die dritte ist kaum von ihren deutschen Freunden zu unterscheiden.

Russische Subkultur

Aber viele russische Familien pflegen zumindest zuhause ihre Kultur und versuchen die Sprache auch weiter zu bewahren. Die russische Subkultur in Deutschland ist eine Tatsache, die wie andere Kulturen auch anerkannt und respektiert werden muss.

Die Menschen die aus Russland stammen, gibt es in Deutschland schon über 3 Generationen. Sie sprechen untereinander russisch, hören russische Musik, schauen russische Filmen, lesen russische Büchern, gehen öfter in die russischen Geschäfte einkaufen und feiern russische Feste. Manchmal reicht schon ein Blick, um festzustellen, dass wir die gleiche Nationalität haben. Was sind das für feine Impulse, die man gleich erkennen kann und versteht? Manchmal braucht man keine Worte, um zu verstehen, worum es geht.

Das Gefühl der nationalen Zugehörigkeit

Es wurde von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Es ist ein Bauchgefühl, es liegt einem im Blut  und verbreitet sich auf eine unsichtbare, fast telepathische Weise. Warum prägt diese Identifikation nach Nationalität die Menschen so ungemein? Und wie kann man in einer multikulturellen Gesellschaft damit umgehen? Es gibt viele wichtige Aspekte, die man in einem Wort zusammenfassen kann.

Das Wort ist Respekt – Respekt bedeutet die Gegenwart zu akzeptieren, sich gegenseitig zu erforschen, interessante Aspekte verschiedener Kulturen zu entdecken, sich selbst zu erkennen und zu erlauben dieses Gefühl auszuleben. Durch den Anderen können wir uns Selbst besser verstehen und die eigene Individualität behaupten. Das alles eröffnet uns einen wunderbaren Weg, auf dem Toleranz  entstehen kann.

Aber eine leistungsorientierte Gesellschaft stellt sich eine andere Frage: Das Schlüsselwort dafür ist Effektivität. Alles was nicht effektiv ist, wird von uns abgelehnt. Das ganze System gründet sich darauf. Wollen wir uns in diese Richtung weiter entwickeln? Oder gibt es eine Alternative?

Wir wollen einen Austausch anbieten. Statt Effektivität sollte Respekt im Vordergrund stehen. Und nun passiert etwas interessantes. Wenn uns Respekt vor dem Anderen zum Handeln motiviert, tritt gleichzeitig auch Effektivität in Kraft. Alles was unserem Wohl dient (Effiktivität) hat ebenso die Motivation den Anderen zu respektieren.  Es wirkt fast zauberhaft auf das Bewusstsein eines Menschen. Ich bin ein Russe, Pole, Chinese, Japaner, Deutscher und werde für das respektiert was ich bin.

Ethnomarketing dient vielen Zwecken

Einer davon ist die Unterstützung der Strukturen in der Gesellschaft, um die Bedürfnisse der Ethnogruppen zu berücksichtigen. Wir laden Sie ein um in Zusammenarbeit gemeinsam Strategien zu entwickeln, die unserem Wohl dienen.

Erlauben Sie sich „einen Russen“ als Kunden zu gewinnen, weil Respekt sie motiviert. Wir alle sind hier nicht zufällig zusammen. Lasst uns voneinander lernen!

Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht mit interkulturellen Unterschieden in der deutschen Gesellschaft positiv umzugehen. Heutzutage sind wir alle auf der Suche nach neuen Marketingstrategien.  Der wichtigste Leitfaden des modernen Marketing: Im Zentrum der Marketingmaßnahmen steht der Mensch mit seinen wahren Bedürfnissen (Philip Kotler Marketing 3.0). Eine der wichtigsten Rollen spielt diesbezüglich der Grad der Integration eines Menschen mit Migrationshintergrund in der deutschen Gesellschaft.

 

 

Text: Natalia Volk.

Natalia Volk wurde in Russland geboren und hat dort Journalistik studiert. Seit 2003 lebt sie in Deutschland.  Im Sommer 2011 hat sie die Ethnoagentur für Information und Kommunikation Die BRÜCKE gegründet, weil sie sich dafür begeistert im interkulturellen Bereich tätig zu sein und Ihre interkulturelle Kompetenz beruflich nutzen möchte. Seitdem versteht sie sich als Kommunikationsmanagerin und hat sich zur Aufgabe gemacht, als Brücke zwischen zwei Kulturen zu wirken. Ihre Prioritäten liegen in der Förderung der Kooperationen im wirtschaftlichen Bereich zwischen Russland und Deutschland und dem Ethnomarketing in Deutschland.

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