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Jugendliche treffen auf Unternehmen

Die TeilnehmerInnen bei dem Pressegespräch von links nach rechts: Aysu Yasar, Schülerin aus Mannheim, Marina Fassner, Presse & Kommunikation Trend Fabrik AG, Özgür Nalcacioglu, Leiter KAUSA, Dr. Sonja Baron, Referentin BMBF, Stefan Schmutz, Abteilungsleiter Bereich Bildungplanung/Schulentwicklung der Stadt Mannheim

190 Jugendliche mit Migrationshintergrund haben sich zur ersten Ausbildungskonferenz des KAUSA Jugendforums 2012 angemeldet, die heute in Mannheim stattfindet. Hinzu kommen Unternehmer, Eltern, Lehrer und Partner aus Berufsbildungsinstitutionen – insgesamt rund 300 Teilnehmer/innen.

 

 

 

 

 

 

 

Dilan zeigt was sie kann

Die Jugendlichen nutzen die Gelegenheit, um sich bei Unternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar über ihre beruflichen Chancen auszutauschen. Dazu die 17-jährige Teilnehmerin Dilan: „Ich war bei den Vorbereitungsworkshops dabei und konnte direkt mit vielen interessanten Unternehmen sprechen, bei denen ich mich gerne bewerben würde. Die Konferenz wird für mich und für viele andere genau der richtige Ort sein, um den Unternehmensvertretern zu zeigen, dass wir tolle Mitarbeiter sein werden.“

Auftakt in Mannheim

Dr. Ulrike Freundlieb, Bildungsbürgermeisterin in Mannheim, sieht Mannheim als genau den richtigen Ort für einen solchen Auftakt, „Seit vielen Jahren engagiert sich die Stadt Mannheim mit vielen Partnern für die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Ausbildung. Daher begrüßen wir die Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) außerordentlich.“ Das
KAUSA Jugendforum wird von JOBSTARTER, dem Ausbildungsstrukturprogramm des BMBF in vier Städten (Mannheim, Köln, Hamburg und Berlin) organisiert.

Erfolgreicher Start?

„Wir freuen uns sehr, dass die erste KAUSA Ausbildungskonferenz so großen Anklang gefunden hat. Die vorbereitenden Workshops haben schon gezeigt, welche Potenziale die Jugendlichen besitzen. Sie sind bereit diese zu nutzen, wenn ihnen die Chance dazu gegeben wird. Nach den Workshops haben sie sich den Unternehmen gegenüber selbstbewusst präsentiert und ihre Kompetenzen überzeugend deutlich gemacht. Jetzt gilt es für beide Seiten, die Kontakte auszubauen und möglichst viele neue Ausbildungsverträge zu schließen.“ berichtet Özgür Nalcacioglu von JOBSTARTER-KAUSA.

Fachkräftemangel bei renommierten Unternehmen

Kontakte zu Jugendlichen – den Fachkräften von morgen – aufzubauen, ist auch für die 30 teilnehmenden Unternehmen wichtig. Denn zahlreiche Unternehmen haben heute ein Nachwuchsproblem. Selbst bekannte Unternehmen wie BASF, Mercedes-Benz oder Brillux finden längst nicht mehr so leicht Auszubildende wie noch vor wenigen Jahren. Anne Mahler, Gebietsleiterin des Mannheimer Unternehmens Trendfabrik AG, zeigte sich überzeugt: „Das KAUSA Jugendforum 2012 ist eine gute Gelegenheit, zukünftige Auszubildende kennenzulernen.

Die Jugendlichen, die ich getroffen habe, sind hochmotiviert und bringen viele wichtige Fähigkeiten wie Zweisprachigkeit und eine starke
Affinität zu den neuen Medien mit. Wir haben mit mehreren interessanten Ausbildungskandidaten gesprochen und hoffen jetzt, dass sie sich bei uns bewerben.“

Migrationshintergrund als Vorteil!

Das KAUSA Jugendforum 2012 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hatte in diesem Jahr zunächst mit vier Workshops in Berlin, Hamburg, Köln und Mannheim begonnen, an denen rund 100 Jugendliche mit Migrationshintergrund teilnahmen. In den Workshops arbeiteten sie gemeinsam mit professionellen Coaches an ihren Stärken, um diese gewinnbringend für ihre berufliche Zukunft einzusetzen. „Uns hat überrascht, dass nur wenige der Jugendlichen um ihre interkulturelle Kompetenz und die daraus entstehenden Vorteile für Unternehmen wissen.“, so Coach Carolina Monfort-Montero. Die Sozialpsychologin und Pädagogin betreute alle Workshops zusammen mit der Theaterpädagogin und -dozentin Birgit Günster. Monfort-Montero: „Die Arbeit in den Workshops, das außergewöhnliche Format der Veranstaltungen und der Umgang auf Augenhöhe hat die teilnehmenden Jugendlichen durchweg begeistert.“

Die Mannheimer Jugendlichen nutzten die Workshops, um die Ausbildungskonferenz vorzubereiten. Sie eröffneten die Konferenz mit einem „Ausbildungs-Rap“, präsentierten ihre Ideen für einen leichteren Übergang von der Schule in den Beruf, interviewten Experten und Unternehmer zum Thema Berufseinstieg und moderierten Tischrunden, in denen sie sich unmittelbar mit Personalverantwortlichen austauschen konnten.

Die nächsten Ausbildungskonferenzen finden am 26. Oktober in Köln und am 02. November in Hamburg statt. Die große Abschlusskonferenz am 23. November in Berlin.

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