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BAMBI für Integration an Rabbiner Daniel Alter

Düsseldorf | Berlin, 22. November 2012. Der Kuratoriumsvorsitzende der Deutschlandstiftung Integration, Prof. Dr. Hubert Burda, zeichnet den Berliner Rabbiner Daniel Alter mit dem BAMBI für Integration aus. Der jüdische Geistliche war Ende August 2012 im Beisein seiner 6 jährigen Tochter von Jugendlichen aufgrund seines Glaubens brutal attackiert worden. Die BAMBI-Jury würdigt den Preisträger für sein couragiertes Engagement für religiöse Toleranz. Als Beauftragter für den interreligiösen Dialog der jüdischen Gemeinde in Berlin sucht Rabbiner Daniel Alter den Dialog vor allem mit christlichen und muslimischen Organisationen, um so gemeinsam gegen Rassismus und Antisemitismus zu kämpfen. „Es darf nicht wieder vorkommen, dass ein Rabbiner wie in Berlin in diesem Jahr auf offener Straße zusammengeschlagen wird“, sagte Dr. Burda in seiner Laudatio. „Wir alle möchten sie im Kampf gegen Feindseligkeit unterstützen“, so Dr. Burda.

Der Rabbiner verlieh der Auszeichnung ganz besonderen Ausdruck, indem er sein BAMBI der Berliner Initiative „Heroes“ widmet. Im „Projekt für Gleichberechtigung“, engagieren sich laut ihrer Internetseite, junge Männer aus Ehrenkulturen gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern. Die bereits mehrfach ausgezeichnete Initiative „Heroes“ setzt sich aktuell mit Antisemitismus unter arabischen und türkischen Jugendlichen auseinander.

„Ich möchte in der Öffentlichkeit das Bewusstsein dafür wecken, dass es nicht alleine im Interesse der jüdischen Gemeinschaft ist, Antisemitismus zu bekämpfen“, sagte Rabbiner Alter bereits Anfang November gegenüber der Zeitung Tagesspiegel anlässlich seiner Berufung zum Antisemitismusbeauftragten der jüdischen Gemeinde Berlin. Die Deutschlandstiftung Integration freut sich über die Entscheidung der Jury und gratuliert Rabbiner Daniel Alter zum BAMBI für Integration 2012.

Einen Bambi ging auch an die Schwester von Jonny K., der von Jugendlichen am Alexanderplatz in Berlin zum Opfer fiel und getötet wurde. Jonnys Schwester Tina K. (28) und ihr Freund Kaze C. haben den gemeinnützigen Verein „I am Jonny“ gegründet. Mit dem Verein möchte Tina K. an ihren ermordeten Bruder Jonny K. erinnern und durch Aufklärungsarbeit an Schulen und Benefizkonzerte gegen Gewalt und Rassismus vorgehen.

DSI/mb/jc

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