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Faszination Bangkok – Einblicke in eine andere Welt

Bangkok_Thailand4Laura Hofmann studiert PR- und Kommunikationsmanagement im dritten Semester an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Stuttgart. Während ihres Auslandssemesters in Bangkok blieben ihr neben den drei Tagen Universität pro Woche noch viel Zeit, um Bangkok in seiner ganzen Vielfalt zu erleben.

mb: Wie hast du dich auf deinen Auslandsaufenthalt vorbereitet?

LAURA: Da ich mich direkt nach Abschluss meines zweiten Semesters auf den Weg nach Thailand machen musste, hatte ich nicht wirklich viel Zeit, mich in irgendeiner Weise auf meinen Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Die einzigen Vorbereitungen, die ich getroffen habe, waren meine Visa zu beantragen und mich impfen zu lassen. Im Nachhinein betrachtet, wären jegliche weitere Vorbereitungen auch überflüssig gewesen, da man in einem Land wie Thailand einfach alles auf sich zukommen lassen muss.

mb: Warum hast du dich gerade für dieses Land entschieden?

LAURA: Ich wollte etwas komplett Neues kennenlernen, mich in einem Land integrieren, indem nichts so läuft wie in Deutschland. Ich war neugierig auf das Andere und empfand Thailand als goldrichtig, um genau das kennenzulernen. Auch um für mein Studium etwas über den asiatischen Markt kennenzulernen, entschied ich mich für ein Auslandssemester in Bangkok.

mb: Hattest du sprachliche Vorkenntnisse oder musstest du eine neue Sprache lernen?

LAURA: Sprachliche Vorkenntnisse hatte ich nicht. Voraussetzung für unser Auslandssemester war es der englischen Sprache mächtig zu sein, da all unsere Vorlesungen auf Englisch waren. Während meines Aufenthalts hatte ich natürlich die Möglichkeit ein paar Wörtchen Thai zu lernen, die allerdings nur für Taxifahrten oder Preisdiskussionen ausreichten.

mb: Wie hast du gelebt – wie sah dein Alltag im Ausland aus? 

LAURA: Meine Unterkunft in Bangkok teilte ich mir mit zwei Kommilitoninnen, die auch mit mir zusammen in Stuttgart studieren. Wir hatten glücklicherweise nur drei Tage Uni in der Woche, was mir ermöglichte, eine Menge von Bangkok zu sehen und zu erleben.

Kaum wird es in Bangkok dunkel, erwachen die zahlreichen kleinen Nachtmärkte auf den Straßen. Händler verkaufen einheimische Produkte, Kunsthandwerk, Kleidung und Accessoires. Auf den nicht zu sehr von Touristen überlagerten Märkten, konnte man einen wunderbaren Einblick in das thailändische Leben erhalten und so auch ein Teil davon werden. Neben den Märkten besuchte ich auch unheimlich gern die zahlreichen buddhistischen Tempel, die einen mit ihrer vergoldeten Atmosphäre jedes Mal staunen ließen. Kein Tag in Bangkok war wie der Andere und das gefiel mir auch so unglaublich gut.

mb: Wie hast du deinen Auslandsaufenthalt finanziert?

LAURA: In meinen Semesterferien habe ich immer regelmäßig gearbeitet und mir somit einen finanziellen Puffer angespart. Ich hatte zudem noch das Glück, dass mir meine Eltern und meine Familie auch in dieser Hinsicht eine große Stütze waren, wofür ich Ihnen unglaublich dankbar bin.

mb: Welche Unterschiede hast du zu Deutschland wahrgenommen? Wie wurdest du als „Deutscher“ aufgenommen?

LAURA: Ich könnte fast ein ganzes Buch darüber schreiben, welche Unterschiede ich zu Deutschland in Thailand wahrgenommen habe. Einer der größten Unterschiede ist die Mentalität und Gelassenheit der Thailänder. Mir wurde, egal wo ich hinkam und egal mit wem ich mich unterhielt, jedes Mal mit einem Lächeln und einer Freundlichkeit entgegengetreten, die mir aus Deutschland unbekannt war. Ich lernte Menschen kennen, die kaum etwas zum Leben hatten und die mir trotzdem mit einer Wärme und Dankbarkeit begegneten, die mich immer wieder faszinierte. Auch wenn man als „farang“ (deutsch: Ausländer) des Öfteren mit Vorurteilen zu kämpfen hat, muss man sich einfach anpassen und den Menschen so begegnen, wie sie es tun. Die komplette Lebensart und Lebensweise der Thailänder ist in keinster Weise mit der, der Deutschen zu vergleichen, jedes Land hat seine Vor-und Nachteile und gerade das macht jedes Land auch einzigartig.

mb: Welcher Moment aus deinem Auslandsaufenthalt ist Dir besonders im Gedächtnis geblieben?

LAURA: Ich hatte eine Menge unvergesslicher Momente während meines Auslandsaufenthaltes. Schon allein die zahlreichen Tuk Tuk- oder Motorbikefahrten durch Bangkok werden mir immer im Gedächtnis bleiben. Doch neben Elefantenreiten und wunderschönen Ausflügen mit der Universität, war wohl der schönste Moment, als wir die Möglichkeit hatten einen Mangrovenbaum in Thailand zu pflanzen. Unser ganzer Kurs steckte knietief im Sumpf fest und versuchte so gut wie möglich seinen Mangrovensetzling, an den dafür vorgesehenen Stellen einzupflanzen. Diese einmalige Möglichkeit war für uns alle ein unvergessliches Erlebnis, was uns für immer mit unserem Auslandsaufenthalt verbinden wird.

 

Bilder aus Thailand:

 

Das Interview führte Luisa Benzinger.

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