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Migranten sorgen für Ausbildungsplätze

Dilek Kolat kBERLIN 18.12.2012: Dass Deutsche türkischer und arabischer Herkunft auch ausbilden können, zeigt das Engagement des BWK BildungsWerk in Kreuzberg GmbH. Das Bundeministerium für Bildung und Forschung fördert mit seinem Programm „JOBSTARTER“ regionale Ausbildungsinitiativen. Das BWK engagiert sich im Rahmen des Programmbereichs „KAUSA“ seit Jahren mit dem Projekt „Neue Ausbildungsplätze in türkisch- und arabischstämmigen Unternehmen“. Viele Betriebe mit Migrationshintergrund wüssten noch nicht, dass sie bereits die Voraussetzungen haben, um ausbilden zu können. Mit dem Engagement des BWKs wolle man die Ausbildungsbereitschaft bei Unternehmen mit Migrationshintergrund erhöhen. Seit 2006 hat das BWK BildungsWerk in Kreuzberg im Rahmen des JOBSTARTER-Programms vom Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 500 Ausbildungsplätze für Berlin initiiert, zunächst ausschließlich in türkischstämmigen Unternehmen, seit 2009 auch bei Betrieben mit arabischem Hintergrund.

Die Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Frau Dilek Kolat (Foto), sowie Herr Dr. Helge Braun MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung zeichneten am 12. Dezember 2012 im Roten Rathaus, türkisch- und arabischstämmige Unternehmen aus, die zum ersten Mal Ausbildungsplätze für Jugendliche zur Verfügung stellen. Auf die Frage, weshalb das wirtschaftliche Engagement von Migranten in Berlin wichtig sei, sagte die Senatorin, Frau Kolat gegenüber migration business: „Berlin ist eine multikulturelle Weltmetropole. In unsere Stadt leben Menschen aus über 180 Nationen zusammen. Migranten haben eine hohe Motivation sich selbstständig zu machen. Jede Unternehmens- und Existenzgründung ist gut für Berlin. Das trägt zum wirtschaftlichen Erfolg der Stadt bei“.

Die 18 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Berlin wurden für ihr soziales-, gesellschaftliches und wirtschaftliches Engagement zeremoniell mit einer Urkunde geehrt. Ziel der Urkundenverleihung, die vom BWK BildungsWerk in Kreuzberg angeregt wurde, ist es, weitere Unternehmen mit Migrationshintergrund für die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen zu gewinnen, heißt es in einer Pressemitteilung des BWKs.  „Es geht in erster Linie um Unternehmen anderer Herkunft. Mit dem Programm zeigen wir, was Migranten für einen sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag leisten. Betriebe mit Migrationshintergrund schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Ausbildungsplätze. Wir wollen für das duale Ausbildungssystem in den Betrieben mit Migrationshintergrund noch mehr als bisher werben. Wir wollen darin Aufklärungs- und Begleitungsarbeit leisten. Übrigens gilt das nicht allein für Unternehmen mit Migrationshintergrund, sondern für zahlreiche andere Betriebe auch“, sagt der Geschäftsführer des BWK BildungsWerk in Kreuzberg, Nihat Sorgec.

Text von Joel Cruz, Bildnachweis: SPD Berlin

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