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Attraktive Ausbildung im Pflegebereich

http://www.migration-business.de/wp-content/uploads/2013/02/migration-business-attraktive-ausbildung-im-pflegebereich-justyna-e1361157146508.jpgFachkräfte mit Migrationshintergrund sind in der Altenpflege immer mehr gefragt. Familienzusammenhalt und der Respekt vor dem Alter sind in Kulturen außerhalb Deutschlands sehr ausgeprägt. Es ist oftmals üblich, seine Angehörigen bis zum Schluss zu Hause zu versorgen und zu pflegen. Das wirkt sich auf die Haltung gegenüber älteren Menschen aus.

Meine Großeltern waren lange krank“, berichtet die 24-jährige Peris aus Kenia, die seit November 2010 in Deutschland lebt. „Deshalb wollte ich schon immer beruflich mit Altenpflege oder Krankenpflege zu tun haben und Menschen betreuen können. Über andere Berufe habe ich nie nachgedacht.“ Peris macht derzeit ihre Ausbildung zur Pflegehelferin. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS) begrüßt das Engagement von allen Menschen in der Altenpflege, unabhängig von Herkunft und Migrationshintergrund. Deshalb informiert das StMAS mit der Initiative „HERZWERKER für die Altenpflege“ auf www.herzwerker.de/altenpflege nicht nur auf Deutsch, sondern auch mehrsprachig, welche Karrierechancen dieser Berufszweig bietet.

Eine Ausbildung mit Perspektive und Verantwortung

Die Ausbildung zum Altenpfleger und zur Altenpflegerin kann schon mit 17 Jahren begonnen werden. Wer noch früher starten will, kann die Zeit bis dahin mit einer Ausbildung zum Altenpflegehelfer und zur Altenpflegehelferin überbrücken. Dank der Professionalisierung der Altenpflege sorgen zahlreiche Fort- und Weiterbildungen für weitere Berufs- und Karriereaussichten.

Peris möchte nach ihrem Weg zur Pflegehelferin die Ausbildung zur Altenpflegerin anschließen. Die 19-jährige Line aus Sri Lanka lebt seit 2004 in Deutschland. Sie möchte gerne nach der Ausbildung zur Altenpflegerin in einem ambulanten Pflegedienst arbeiten oder als Praxisanleiterin für die Ausbildung der Auszubildenden verantwortlich sein. Die beiden jungen Frauen wissen, dass sie als Pflegekräfte eine große Verantwortung für die alten Menschen tragen. Sie müssen sich mit pflegebedürftigen Menschen gut verständigen können. Eine gute Kommunikation ist der Schlüssel für eine fürsorgliche und liebevolle Betreuung. Kenntnisse der deutschen Sprache sind deshalb eine wichtige Voraussetzung.

Die Vielseitigkeit und die Akzeptanz steigen zunehmend

Die Altenpflege ist moderner geworden. Relevant sind beispielsweise Wissen um Anatomie, Schmerzmanagement und Qualitätsanforderungen in der Pflege. Von der Vielseitigkeit des Berufes ist auch die 32-jährige Justyna überzeugt: „Die aktivierende Pflege ist sehr modern und an den Bewohnern orientiert. Man begleitet, berät, da ist alles dabei.“ Justyna ist 2003 aus Polen nach Deutschland gekommen und fühlt sich in ihrer Ausbildung als Altenpflegerin sehr wohl. „Hier werde ich nicht als Ausländer gesehen, sondern als Mensch. Die Bewohner haben mich so genommen, wie ich bin.“ Personalleiter Michael Schwartz vom Seniorenzentrum Taufkirchen bei München kann dies nur bestätigen. „Wir sind stolz, dass wir Pflegekräfte mit 35 verschiedenen Staatsangehörigkeiten haben. Sie werden von den Bewohnern akzeptiert wie jeder andere auch. In diesem Beruf steht insbesondere der Mensch mit seinem Können im Vordergrund.“

Soziales Engagement ist auch eine Pflege für die Karriere

Wer die „Altenpflege“ als Berufszweig wählt, pflegt nicht nur alte Menschen und tut etwas Gutes. Er pflegt auch seine Karriere. Das Berufsbild ist überaus vielfältig und bietet auch für Quereinsteiger und Quereinsteigerinnen Entwicklungsmöglichkeiten. Bei den meisten steht die Motivation, einen sozialen Beruf zu ergreifen, im Vordergrund. Wer im gleichen Atemzug auch berufliches Weiterkommen sucht, kann dem in der Altenpflege gezielt nachgehen. Durch Weiterbildungen oder ein Studium kann jeder sein individuelles Aufstiegsziel fördern und seine Qualitäten und Kompetenzen weiter ausbilden lassen.

 

ce/trio-group münchen

3 Kommentare

  1. Confianza

    Ich hoffe auch sehr, dass sich die Arbeitsbedingungen in diesem Bereich bald ändern. So kanns ja nicht weitergehen.
    Den Leuten müssen endlich die Augen geöffnet werden… schließlich brauch jeder irgendwann mal Hilfe!

    LG,
    Claudia Fachkraft Altenpfleger

  2. Maik Klein

    Wir brauchen mehr Altenpfleger und auch mehr spezialisierte Altenpfleger, die das zu erwartende Aufkommen von demenziell erkrankten Menschen auffangen. Würden die Arbeitsbedingungen besser werden, kämen wohl auch viel mehr junge Menschen in die Ausbildung. Hier ist doch eindeutig die Politik gefordert, aber es wird wie immer am Geld scheitern, das dafür nicht vorhanden ist.

  3. Barbara Jäger

    Ich finde es wichtig, dass auch junge Frauen aus den betreffenden Ländern für die hier lebenden alten Menschen mit entsprechenden Wurzeln in die Pflege kommen. Natürlich auch für alle andren, aber gerade die ausländischen Senioren tun sich oft sehr schwer wegen ihrer Kultur

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