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Bilkay Öney unterstützt interkulturelle Kompetenz in den Verwaltungen

Bilkay_ÖneyBADEN-WÜRTTEMBERG: Die Integrationsministerin in Baden-Württemberg, Bilkay Öney (Foto), unterstützt kommunale Verwaltungen durch VHS-Kurse zur interkulturellen Kompetenz. Mitarbeitende in den kommunalen Verwaltungen sind oft die erste Anlaufstelle für Zuwanderer. Damit die Integration vor Ort gut gelingt, gibt es an den Volkshochschulen maßgeschneiderte Trainings zur Kommunikation mit verschiedenen Kulturen. Die Seminare basieren auf dem zertifizierten Lehrgangssystem „Xpert Culture Communication Skills“ und werden vom Ministerium für Integration Baden-Württemberg unterstützt. „Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung ist eine Antwort auf die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft“, so Integrationsministerin Bilkay Öney.

Auf keinen Fall die Hand geben? Dem Gesprächs­partner nicht in die Augen schauen? Den verabredeten Termin als unsicher einstufen? Rezepte zur Kommunikation mit Menschen aus verschiedenen Kulturen helfen in der kommunalen Verwaltung selten weiter. Entscheidender ist es, eine hohe Sensibilität für den Umgang mit der eigenen und mit anderen Kulturen zu entwickeln. Eine interkulturelle Öffnung im Verwaltungsablauf kann Gesprächssituationen entkrampfen, Abläufe vereinfachen und eine gelingende Integration von Migrantinnen und Migranten fördern. Die Volkshochschulen in Baden-Württemberg bieten dazu maßgeschneiderte Seminare für Kommunen an, die auf dem europaweit anerkannten Lehrgangs­system „Xpert Culture Communication Skills“ basieren. Ziel ist, dass kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren interkulturell geprägten Arbeitsalltag besser meistern können und durch Kenntnisse von Kultur- und Kommunikationsmodellen zur erfolgreichen Integration von Migranten beitragen.

Die VHS-Kurse werden vom Europäischen Integrationsfonds und vom Ministerium für Integration Baden-Württemberg unterstützt. „Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung ist eine Antwort auf die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft“, so Integrationsministerin Bilkay Öney. „Gerade in den Behörden ist interkulturelle Kompetenz eine wichtige Zusatzqualifikation. Sie hilft dabei, den komplexen Verflechtungen – zum Beispiel kultureller oder sprachlicher Art – im Verwaltungshandeln gerecht zu werden.“ Wenn Integration gelingt, profitiert nicht zuletzt die exportorientierte baden-württembergische Wirtschaft von den Sprachkenntnissen, den interkulturellen Erfahrungen und der hohen Motivation vieler Zugewanderter. Auch Folgeprobleme wie Sprachschwierigkeiten, Arbeits­losigkeit, Schulprobleme, familiäre Schwierigkeiten sowie mangelnde Teilnahme am gesellschaft­lichen Leben werden durch eine bessere Einbindung minimiert und Folgekosten vermieden.

„Die Volkshochschulen in Baden-Württemberg sind seit vielen Jahren kompetente Träger von Integrationskursen“, erläutert Direktor Hermann Huba vom Volkshochschulverband bei der Auftakt­veranstaltung am 25. Februar in Leinfelden-Echterdingen. „Wir haben pro Jahr rund 10.000 Migran­tinnen und Migranten in unseren Kursen, die in ihrer Eingliederung unterstützt werden durch Sprachkenntnisse, Begegnung und Weiterbildung. Mit den Trainings zur interkulturellen Kompetenz wenden sich Volkshochschulen nun an Verwaltungsfachleute, die mit ihrem Kommunikationsverhalten diese Integration maßgeblich beeinflussen können und durch die Kurse an Sicherheit und kultureller Sensibilität gewinnen.“

Die Seminare zur interkulturellen Kompetenz richten sich an kommunale Führungskräfte und Mitarbeitende mit und ohne Migrationshintergrund aus Verwaltungen und anderen lokalen Einrichtungen wie Job-Centern, Kindergärten, Schulen, Sozialarbeit, Stadtwerken und Vereinen.

Die VHS-Kurse werden vor Ort von geschulten Trainerinnen und Trainern mit zertifiziertem Lehrmaterial durchgeführt. Durch Präsenz-Trainings und ergänzende Materialien auf der Online-Plattform erhalten die Teilnehmenden Kenntnisse über die interkulturellen Aspekte von Kommunikation, üben Techniken des interkulturellen Umgangs, verbessern ihr Verwaltungsverhalten und steigern dadurch die Motivation und Zufriedenheit im Arbeitsalltag.

Über diese landesweit geförderte Initiative zur interkulturellen Öffnung können Kommunen die positiven Effekte der kulturellen Vielfalt nutzen und die Schnittstellen zwischen Verwaltungen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Unternehmen optimieren. Das Lehrgangssystem ist modular aufgebaut und kann maßgeschneidert als Inhouse-Schulung oder in den Räumen der Volkshochschule angeboten werden.

 

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