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Kreative Stadt: Hongkong zeigt seine Kunst- und Designszene in Berlin

Modell des West Kowloon Cultural District (WKCD) in Hongkong

Modell des West Kowloon Cultural District (WKCD) in Hongkong

Im Rahmen zweier Veranstaltungen am 7. Juni präsentierte das Wirtschafts- und Handelsbüro Hongkong, Berlin (HKETO Berlin) die Kreativwirtschaft der Sonderverwaltungsregion. Etwa 100 Gäste, unter ihnen hochrangige Regierungsvertreter und Repräsentanten der Kultur- und Kreativindustrie, erhielten in Berlin Einblick in die Design- und Kunstszene Hongkongs und informierten sich über Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Metropolen.

 

 

 

 

Anlässlich der Asien-Pazifik-Wochen Berlin (APW) 2013 organisierte das HKETO Berlin ein Seminar zum Thema “Kreative Stadt: Die Kunst- und Designszene in Hongkong” im Auswärtigen Amt als Teil des Partnerprogramms der APW 2013. Die APW sind seit 1997 ein Diskussionsforum für richtungsweisende Diskurse zwischen Berlin und den Volkswirtschaften des Asien-Pazifikraums in Wirtschaft und Politik, Wissenschaft und Forschung, sowie Kultur und Gesellschaft. Unter dem Motto „Smart Cities” ist die APW 2013 den Herausforderungen gewidmet, denen Berlin und die wachsenden Metropolen Asiens gegenüberstehen.

Der Direktor des HKETO Berlin, Ivan K B Lee, hob in seiner Eröffnungsrede vor dem Seminar wichtige aktuelle Entwicklungen in Hongkongs lebendiger Kunst- und Kreativindustrie hervor: “Hongkong ist eine offene Gesellschaft mit freiem Informationsfluss und intensivem kulturellen Austausch. Durch die Vernetzung von Kunst und Design aus Ost und West sowie durch unsere kulturelle Dynamik haben wir ein tragfähiges Fundament für eine florierende Kreativindustrie gelegt.”

Moderiert von Cornelia Horsch, der Leiterin des Internationalen Design Zentrums Berlin, diskutierten führende Vertreter der Kreativindustrien in Hongkong und Berlin. Tobias Berger, ehemals Kurator des Museums Fridericianum in Kassel und seit 2011 Kurator des neuen Museums für visuelle Kunst M+ in Hongkong, erklärte das Konzept von M+. Der Fokus liegt auf visueller Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts aus Hongkonger Perspektive mit einer globalen Vision. Mit seinen 17.000 Quadratmetern bietet M+ Ausstellungsräume, Lernflächen, Theater, eine Bibliothek, ein Informationszentrum, Außenbereiche und Kunstpavillions. Das Areal wird Teil des West Kowloon Cultural District, einem neuen Zentrum für Kunst und Kultur in Hongkong.

Herr Jehan Chu, Vorstandsmitglied der Hong Kong Ambassadors of Design (HKAoD), bezog sich vor allem auf die sich in Hongkong bietenden Chancen in der Kreativ- und Kulturszene, während Jörg Suermann, CEO des DMY International Design Festivals, die Kunst- und Designszene Berlins aus internationaler Perspektive vorstellte. In der anschließenden Diskussion sondierten die Podiumsgäste das enorme Potenzial für Kooperationen zwischen den Kreativindustrien beider Städte.

Am Abend veranstaltete das HKETO Berlin einen Empfang im Ausstellungsbereich der Hong Kong Ambassadors of Design beim DMY International Design Festival. Mit dem Begriff “Emersion” vereint die Ausstellung die gleichzeitigen und gegensätzlichen Dynamiken von “Emergence” (Entstehung/ Auftauchen) und “Immersion” (Vertiefung/ Eintauchen). Ausgehend von Objekten und Ritualen der chinesischen Wissenschaftskultur wie Kalligrafie, Lyrik und Tuschemalerei interpretieren Designer und Künstler aus Hongkong traditionelle Kultur auf zeitgenössische Art.

Das jährliche DMY International Design Festival in den Gebäuden des historischen Flughafens Tempelhof bietet Besuchern die Möglichkeit, neue Designprodukte, Prototypen und innovative Materialien kennenzulernen. Mehr als 500 Designer, Firmen und Universitäten präsentieren ihre neuesten Arbeiten und gewähren Einblicke in Arbeitsprozesse, Idee und Konzepte, die sich schließlich zu den finalen Designs entwickeln.

 

(HKETO)

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