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Djir-Sarai: Zuwanderung ist ein Gewinn und eine Bereicherung

Bijan Djir-Sarai

Bijan Djir-Sarai MdB (FDP-Bundestagsfraktion)

Er ist sympathisch und hat Humor. Und seine Heimat ist Grevenbroich in Nordrhein Westfalen. Warum in der Integrationsdebatte auf Vorbilder gesetzt werden soll? Darüber sprach migration business mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai über Migration von einer außenpolitischen Perspektive.

mb: Herr Djir-Sarai, wie betrachten Sie als Außenpolitiker der FDP Bundestagsfraktion die Migrationsentwicklung in Deutschland?

DJIR-SARAI: Ich bin froh darüber, dass in diesem Jahr bei den Bundestagswahlen die Themen Migration und Integration nicht für Innenpolitik missbraucht werden. Das zeigt, dass die Politik gelernt hat mit dem Thema sensibler umzugehen. Als Liberaler sage ich, dass es bei der Integrationspolitik mehr um Vorbilder gehen muss. Zuwanderung ist für unsere deutsche Gesellschaft ein Gewinn und eine Bereicherung. Das sollte in der Migrationsdebatte viel mehr im Vordergrund stehen. Natürlich müssen beide Seiten betrachtet werden. Neben einer wünschenswerten Willkommenskultur, müssen auf der anderen Seite Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber Zuwanderern oder neuen Deutschen genommen werden. Deshalb setzt die FDP auf Vorbilder.

mb: Warum sollen Migranten am 22. September 2013 die FDP wählen?

DJIR-SARAI: Ganz einfach. Die FDP ist eine liberale und weltoffene Partei. Die Herkunft eines Menschen ist nicht wichtig. Es kommt darauf an wohin man will, was man in seinem Leben leisten und erreichen möchte. Menschen fragen mich immer wieder, warum ich als deutscher Politiker, der zufällig einen Migrationshintergrund hat, in der FDP bin? Wie gesagt, es spielt keine Rolle woher man kommt, es geht vielmehr darum, was ich kann, was meine Talente und Begabungen sind und was meine persönlichen Ziele sind. Die FDP steht für Weltoffenheit, für doppelte Staatsbürgerschaft und Wahlrecht von nichtdeutschen Staatsbürgern auf kommunaler Ebene. Wer am 22. September 2013 welche Partei wählen soll, darüber habe ich nicht zu entscheiden. Wer aber will, dass Deutschland weiterhin gut regiert werden soll, dem empfehle ich die FDP zu wählen.

mb: Wo sehen wir einen Herrn Bijan Djir-Sarai in den nächsten Jahren?

DJIR-SARAI: (Lach). Ich möchte weiterhin in meiner Fraktion im Deutschen Bundestag für Außenpolitik zuständig sein. Meine politische Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Serkan Tören werden wir als FDP die Themen Migration und Integration nicht allein den politischen Mitbewerbern überlassen. Der gesellschaftliche Aspekt der Integration muss in den Fokus gerückt werden. Mein politischer Schwerpunkt bleibt weiterhin die Mitgestaltung der deutschen Außenpolitik.

mb: Herr Bijan Djir-Sarai, wir bedanken uns für das Interviewgespräch.

Das Interview führte Frau Seda Gül Inan

 

 

 

 

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