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Parteien umwerben Deutsche anderer Herkunft und Zuwanderer

Bola Olalowa Evrim Sommer

links Bola Olalowo MdA (Grünen), rechts Evrim Sommer MdA (Linke)

BERLIN, 05.09.2013: Der  Verband der Migrantenwirtschaft (VMW) lud zu einer parteiübergreifenden Podiumsdiskussion im Kaminzimmer des BildungsWerkes Kreuzberg ein. „Migration und Integration wird oft für innen- und sozialpolitische Themen missbraucht“, sagt der Vorsitzende des VMW Joel Cruz. Der VMW möchte in der Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit einen wirtschaftlichen Diskurs über Zuwanderung erreichen. Der wirtschaftliche Aspekt von Migration wurden am 04.09.2013 im BildungsWerk Kreuzberg (BWK) debattiert.

 

Gemeinsam mit Herr Burkard Dregger MdA (Sprecher für Integration der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus), Frau Ülker Radziwill MdA (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Berlin), Frau Dr. Maren Jasper-Winter (stellvertretende FDP-Landesvorsitzende in Berlin), Herr Bola Olalowo MdA (Sprecher für Wirtschaft der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus) und Frau Evrim Sommer MdA (Sprecherin für Frauen und für Entwicklungszusammenarbeit der Linkspartei Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus),  diskutierte  der VMW mit Medienvertretern über  das Thema „Migrantenwirtschaft – Vielfalt schafft Arbeitsplätze“.

Die unter der Moderation von Frau Susanne Jensen geleitete Podiumsdiskussion befasste sich unter anderem mit den Inhalten  Steuererhöhung, Sprachförderung und der Zuwanderungspolitik. „Wir können uns keinen armen Staat leisten, wir brauchen ein potentes Deutschland.“, so der Mitglied des Abgeordnetenhauses Herr Olalowo zur Steuererhöhung. Denn um die Mobilität in den Berliner Straßen und die Sanierung von Schulen aufrechtzuerhalten brauche Deutschland die Steuererhöhung bei Spitzenverdienern, meint der Grünen-Politiker Olalowo.

„Es kommt nicht darauf an, wo du herkommst, sondern wohin du willst“, sagte Maren Jasper-Winter.  Die Förderung der deutschen Sprache fördert ebenfalls die Selbständigkeit und somit die Unternehmensgründung. Die Chancen für einen solchen Schritt gäbe es der 35-jährigen Juristin zufolge nur durch vernünftige Bildung, die Berlin und Deutschland jedem zur Verfügung stellen muss, meint Jasper-Winter. Der CDU-Politiker Dregger betonte, dass Unternehmensgründer Coachings, spezielle Angebote und Mittel zur Unterstützung zur Verfügung stehen, die jedoch zu selten in Anspruch genommen werden.

Die Aufforderung nach einer erleichterten Zuwanderungspraxis stand ebenso im Mittelpunkt der Podiumsdiskussionen. Gefordert wurde ein nach dem kanadischen oder australischen Vorbild bestehendes Punktesystem, dessen Berechnung nach Qualifikation, Berufserfahrung und Sprachkenntnissen gerichtet ist und dem ausländischen Unternehmer die Niederlassung vereinfachen soll. „Wir brauchen Unternehmen und wir brauchen Tatkraft.“, so der Grünen-Politiker Olalowo. „Migrantenunternehmen waren wie Mauerblümchen, sie wurden nie beachtet“, sagte die Linke-Politikerin Evrim Sommer den Gästen.

Text: Seda Gül Inan

 

 

 

 

 

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