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Armutszuwanderung: Verband der Migrantenwirtschaft kritisiert CSU

ITB BerlinSeit dem 1. Januar 2014 ist der EU-Arbeitsmarkt auch für die EU-Staaten Bulgarien und Rumänien vollständig geöffnet. Die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union ist ein Grundrecht. Die CSU macht derzeit Stimmung gegen EU-Staatsbürger aus Rumänien und Bulgarien. Damit machen die Christsozialen einige EU-Staatsbürger zu Menschen zweiter Klasse, heißt es in der Pressemitteilung des Verbands der Migrantenwirtschaft (VMW).

In einer Beschlussvorlage fordert die CSU den „fortgesetzten Missbrauch der europäischen Freizügigkeit durch Armutszuwanderung“ zu beenden. Die Angst vor Zuwanderung von EU-Staatsbürgern ins deutsche Sozialsystem ist jedoch unbegründet.

Ausländische Arbeitgeber und Unternehmer mit Migrationshintergrund sind durch die jüngsten Äußerungen der CSU gegenüber Zuwanderern irritiert. Als Exportnation profitiert unser Land von offenen Märkten sowie der Freizügigkeit. Die unsachliche Diskussion der CSU über Zuwanderer schadet nur unserem Wirtschaftsstandort Deutschland, mahnt der VMW. Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt, dass Armutsmigration lediglich eine Ausnahmeerscheinung sei. Zuwanderer immigrieren dorthin, wo es Arbeitsplätze gibt und Fachkräfte benötigt werden, sagt der VMW

Zuwanderung wird künftig über unseren Wohlstand, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren Wirtschaftsstandort mitentscheiden. Deshalb es ist gefährlich und schädlich, die Diskussion über Zuwanderer als angstbesetztes, sozial- und innenpolitisches Thema zu missbrauchen. Um Imageschäden von Deutschland abzuwenden und im Interesse der ausländischen Arbeitgeber und Unternehmer mit Migrationshintergrund, fordert der VMW die CSU auf, ihre Kampagne gegen Zuwanderer zu beenden.     mb

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