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Außenminister Nordzyperns Özdil Nami trifft Wirtschaftsvertreter in der TD-IHK

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Außenminister der Türkischen Republik Nordzyperns, Özdil Nami (mitte) in der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) in Berlin

BERLIN; 25.03.2014: Der Außenminister der Türkischen Republik Nordzyperns, Özdil Nami, besuchte heute die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) in Berlin und kam dort mit Vertretern von Wirtschaft und der türkischen Zivilgesellschaft zusammen.

Außenminister Nami wurde begrüßt von den TD-IHK Vorstandsmitgliedern Bahattin Kaya und Martin Becker-Rethmann. Unter den Anwesenden befanden sich weiterhin der türkische Generalkonsul in Berlin Ahmet Başar Şen, der Repräsentant Nordzyperns Kemal Gökeri, die deutsche Botschafterin in Nikosia Dr. Gabriela Guellil, TD-IHK Beiratsmitglied und Senior Advisor der türkischen Investitionsförderungsagentur ISPAT, Staatssekretär a.D. Dr. Wolf-Ruthart Born und der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland Kenan Kolat. Außerdem vertreten waren die Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg durch Remzi Kaplan, der Verband der Europäischen Unternehmer TÜMSIAD durch Halil Kaya und die Berliner Arbeitgeber und Existenzgründer BAREX durch Selçuk Ceyhan.

Auf dem Treffen wurde über den politischen Status Nordzyperns gesprochen und die wirtschaftlichen Potenziale erörtert.

Zusatzinformationen

Die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern wird nur von der Türkei völkerrechtlich anerkannt. Von offiziellen Stellen in Deutschland wird Herr Nami mit dem Titel „Gewählter Vertreter der türkisch-zyprischen Volksgruppe für auswärtige Angelegenheiten“ geführt.

Minister Nami erörterte auf dem Treffen die Geschichte der Insel Zypern und bewertete diesbezüglich den im Jahr 2004 von den Südzyprioten abgelehnten Annan-Plan als eine verlorene Chance. Nach 50 Jahren faktischer Trennung sei nun endlich die Zeit gekommen, die Insel wieder zu vereinen. Nami wies auf neue Entwicklungen zwischen Nord- und Südzypern hin, die über bisherige Verhandlungsinhalte hinausgingen und Hoffnung auf weitere Schritte machten.

Der Minister wies außerdem darauf hin, dass diese Entwicklungen auch von wirtschaftlichen Organisationen unterstützt würden. Das wirtschaftliche Potenzial Nordzyperns sei groß und müsse genutzt werden. Aus diesem Grund wolle man die Beziehungen mit Europa über die Türkei intensivieren, so Nami: „Deutschland ist ein gewichtiges, führendes Land der Europäischen Union. Die EU hat großen Einfluss auf die Entwicklung Zyperns. Richtiges Handeln kann hier schnell zu positiven Ergebnissen führen.“ Der Minister hob hervor, dass insbesondere der Nordteil der Insel sehr aufgeschlossen sei für Investitionen und die Regierung Interessenten auf jeder Art unterstütze. Er lud potenzielle Investoren nach Nordzypern ein, um sich über Investitionsmöglichkeiten in den Handels-, Bau- und Energiebranchen und staatliche Förderungen zu informieren. Alle diese Informationen seien auch bei der Investitionsförderungsagentur (YAGA) abrufbar.

Generalkonsul Şen dankte der TD-IHK für die Möglichkeit, über Entwicklungen und das wirtschaftliche Potenzial Nordzyperns zu informieren und schloss sich den Ausführungen des Ministers an. Die deutsche Botschafterin Dr. Guellil unterstrich, dass vor 10 Jahren mit dem Annan-Plan eine Chance vergeben sei, betonte aber, dass aus der derzeitigen Dynamik neue Chancen erwachsen könnten und diese unterstützt werden müssten. Deutschland sei hierzu bereit und die für Mai geplanten Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Präsidenten der Republik Zypern, Nikos Anastasiadis, seien dazu eine gute Gelegenheit.

Im Anschluss wurden Fragen der Teilnehmer zu Investitionen auf Nordzypern beantwortet. Minister Nami betonte die Sicherheit von Investitionen im Norden der Insel und die vielfältigen Fördermöglichkeiten. Er wies in diesem Kontext auf ein laufendes Marina-Projekt in Höhe von 60 Mrd. US-Dollar und weitere Investitionen in den Branchen Tourismus, Energie und Gesundheit hin. Deutsche Investoren, so Nami, sollten diese Chance nicht verpassen.

(Quelle: TD-IHK Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer)

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