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Existenzgründung von Migranten heute

PräsentationsideenMiroslav Klose wurde erst kürzlich von Angela Merkel mit der Goldenen Victoria dafür geehrt, dass er als Sohn polnischer Eltern eine Vorbildfunktion für Integration in Deutschland erfüllt. Jeder fünfte Existenzgründer in Deutschland hatte 2010 einen Migrationshintergrund und Gründer mit Migrationshintergrund sind in Deutschland willkommen, was sich unter anderem in der breiten Anerkennung von Berufen und Qualifikationen aus dem Ausland zeigt.
Wer mit Migrationshintergrund in Deutschland gründet, sollte sich jedoch genau wie deutsche Gründer mit einigen essenziellen Fragen auseinandersetzen.

Grundsätzlich ist bei Gründern mit Migrationshintergrund zwischen drei Fällen zu unterscheiden: EU-Bürger werden bei einer selbständigen Erwerbstätigkeit nach §2 Abs. 2 Nr. 2 Freizügigkeitsgesetz/EU behandelt. Wer mehrere Jahre in Deutschland lebt und kein EU-Bürger ist, benötigt für eine unproblematische Gründung eine Niederlassungserlaubnis, welche nach §9 Aufenthaltsgesetz üblicherweise kein Problem darstellt. Wer in Deutschland lebt und nach §7 Aufenthaltsgesetz eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, und sich selbständig machen will, dem muss nach §21 Aufenthaltsgesetz eine Aufenthaltserlaubnis mitsamt Berechtigung zur selbständigen Tätigkeit erteilt werden.

Wer sich selbständig machen möchte und die Erlaubnis dafür besitzt, sollte sich mit einigen Leitfragen und Tipps auseinandersetzen, damit die Gründung gelingt – beispielsweise mit der Gründercheckliste von fuer-gruender.de. Bevor man in die Selbständigkeit startet, sollte in jedem Fall ein Businessplan erstellt werden. Vorher gilt es, Informationen zu sammeln, vor allem bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) und den Handwerkskammern (HWK), bei denen Informationen dazu eingeholt werden können, welche Hilfen zu erwarten sind. Dann sollte beurteilt werden, ob das eigene Existenzgründungsvorhaben realistisch und tragfähig ist. Erweiternd zu dieser Fragestellung sollte der Businessplan erstellt werden, in dem es unter anderem um die Gründerpersönlichkeit, deren Qualifikationen, Fähig- und Fertigkeiten, das Marketing, das Produkt bzw. die Leistungen und die Finanzierung geht. Grundsätzlich sind Existenzgründungskurse ratsam, in denen gelernt wird, welche Aufgaben vor und nach der Gründung zu leisten sind. Nach der Erstellung des Businessplans und der Bejahung der Tragfähigkeit geht es an die Finanzierung, deren Vorbereitung, an die Beantragung von Genehmigungen, das Führen von eventuellen Bankgesprächen, an Anmeldungen (v.a. Gewerbeanmeldung), den Abschluss von Versicherungen und die Kreierung des richtigen Auftritts nach außen, sprich das Marketing. Zu letzterem gehören im Allgemeinen der Auftritt gegenüber der Öffentlichkeit beispielsweise mit Internetauftritt, Werbung und Logo sowie die Kommunikation mit Kunden und natürlich die Akquise.

Hinsichtlich der Finanzierung unterstützt beispielsweise die KfW-Bank mit kleineren Krediten bzw. Mikro-Krediten nach positiver Beurteilung des Geschäftsvorhabens. Wichtig für Existenzgründer ist, dass sie von Anfang an die Kosten und die Finanzierung im Blick haben und auch Einsparpotenziale beherzigen, wie etwa bei der Büroausstattung. So bieten etwa B2B-Versandhändler (B2B = Business to Business) für Büroausstattung, wie KAISER+KRAFT für den Beginn der Existenzgründung in der Regel bessere Preise als der allgemeine Handel. Die meisten Existenzgründungsvorhaben bedürfen einer externen Finanzierung. Banken sind hier oft erste Ansprechpartner und unverbindliche Informationsgespräche sind ohne weiteres möglich. Eine gründliche Planung der Finanzierung und die Ausarbeitung eines tragfähigen Businessplans ist hier die Voraussetzung dafür, dass es zu einem erfolgreichen Bankgespräch kommt.

Die Gründung von Unternehmen und Selbständigkeiten durch Migranten sind ein essenzielles und wichtiges Steckenpferd in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Politik der Bundesrepublik Deutschland. Existenzgründung durch Menschen mit Migrationshintergrund wird groß geschrieben und es bestehen vielfältige Programme, mit denen Migranten und Nicht-Migranten in die Selbständigkeit geholfen wird, wie etwa auch mit der Existenzförderung durch die Bundesagentur für Arbeit.

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