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Einwanderer sorgen für Millionen Arbeitsplätze

Junge Migranten kÜber das Unternehmertum von Migranten in Deutschland gibt es viele Vorurteile. Eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung resümiert: Einwanderer haben bislang 2,2 Millionen Arbeitsplätze geschaffen.

Dönerbude, Gemüseladen und der Italiener um die Ecke – viele Vorurteile prägen das Bild über den Unternehmergeist von Migranten. Eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zeigt jetzt: Unternehmen ausländischer Gründer sind nicht mehr nur aus der Not geboren, der volkswirtschaftliche Nutzen von Migrantenunternehmen steigt. Rund eine dreiviertel Million Selbstständige mit ausländischen Wurzeln schaffen zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland – rund 2,2 Millionen, so die Schätzung der Studie.

„Migrantenunternehmen werden größtenteils unterschätzt“, bilanziert René Leicht von der Universität Mannheim. Er ist Mitautor der Studie und hat in mehreren Erhebungen einige Tausend Unternehmer unterschiedlicher Herkunftsländer befragt. Seit Anfang der 1990er Jahre hat sich die Zahl selbstständiger Migranten fast verdreifacht. Jeder sechste Unternehmer in Deutschland hat mittlerweile ausländische Wurzeln – meist in Polen oder der Türkei. „Ohne migrantische Unternehmen geht mancherorts bei der Nahversorgung nichts mehr“, schreibt auch das Bundeswirtschaftsministerium.

Doch es sind nicht mehr nur Kioske und Supermärkte. Die Entwicklung geht laut Studie mit einem steigenden Bildungsniveau der Gründer einher. Dadurch nehme der Anteil einfacher Dienstleistungen ab: Jedes vierte Migrantenunternehmen erziele seinen Umsatz inzwischen mit wissensintensiver und moderner Leistung. Ingenieure, Architekten, Dolmetscher und Kulturschaffende, aber auch Medienschaffende spielen laut Leicht dabei eine bedeutende Rolle. Die Bereiche Gastgewerbe und Handel machten „nur (noch) ein Drittel aus“, heißt es in der Studie.

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