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Fashionweek: Vielfalt Modewelt

Fidel Tesfai

Modemann Fidel Tesfai I Foto: migration business

Der erste Tag ist für die Fashionpeople immer am spannendsten. Auf der Premium Exhibition fühlt man sich heimisch. Die Atmosphäre ist wie in einer Familie. Modedesigner, Aussteller und Einkäufer kennen sich bereits. Ups! Da gibt es doch was Neues zu sehen  und am nächsten Stand präsentiert zum ersten Mal ein neues Brandlabel seine Kollektion. Also doch eine Fashionfamily, die sich ständig erweitert.

Für den Berliner Designer und Geschäftsmann Fidel Tesfai geht es nicht nur um neue Trends und Styles, sondern auch um knallhartes Business. Er selbst hat seinen Schuhgeschäft SHUSTA am Rosenthaler Platz im Herzen Berlins. Jede Person auf der Messe will gut aussehen und sehen auch charmant aus, meint er. Aber davon darf man sich nicht beeindrucken lassen. Man muss hinter den Kostümen blicken. Dahinter verbirgt sich auch ein Milliarden-Geschäft. In der Tat ist die Modewelt einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Warum viele ausländische Brands und Labels auf der Premium ausstellen ist kein Geheimnis mehr. Deut
schland ist ein großer Markt mit viel Potenzial und profitiert von einer starken Mittelschicht, die sich gute Mode leisten kann. Dies ist einer der Gründe, weshalb Berlin internationale Marken zur Fashionweek wie ein Magnet anzieht.

Wenn es um Mode geht, ist die Spreemetropole einfach the place to be in Deutschland, meint ein Aussteller aus Italien. Auf der Premium präsentieren sich die Modehändler mit charmantem Personal, die die neue Kollektion an den Mann bringen soll, eigentlich mehr an die Frau. 70 Prozent der Aussteller sind auf Ladys ausgerichtet.

Die Panorama Europe GmbH zeigt bunte und handgemachte Espandrilles für den nächsten Sommer. Man setzt auf Klasse statt Masse. Espandrilles sind für den Sommer immer ein ideale Begleiter. Aber etwas ist anders an den Schuhen. Alles scheint original, authentisch und hochwertig zu sein.

Heinrich Dinkelacker GmbHLiebeskind Berlin

Ein zweiter Blick zeigt, dass die Firma auf Qualität mit Tradition setzt. Im Gespräch mit einem Gentleman von der Heinrich Dinkelacker GmbH, die traditionsreiche Oxford Schuhe auf der Premium präsentieren, zeigt, dass nicht nur das Aussehen zählt, sondern auch Fachwissen. Ohne Knowhow geht nichts mehr in der Mode. Die Kunden werden immer anspruchsvoller und wollen genau wissen wie, wo und woher die Einzelstücke entwickelt werden. Aufklärung ist halt eben alles, aber nicht alles bedarf Aufklärung und in der feinen Modewelt fragen die meisten nicht nach der Herkunft. In der Integration von Menschen in unsere aufgeklärte Gesellschaft, da wird die Herkunftsfrage stets angewendet, aber das ist ein anderes Thema.

Wir haben uns alle lieb. Da war doch was. „Hey, come in“, sagt eine junge Dame und plötzlich befinden wir uns im Retailroom von Liebeskind Berlin. Die neue Kollektion ist wie gehabt nur neu. Die Farben kennt man. Auffällig im VIP-Raum ist, dass man mehr Oberbekleidung als Handtaschen sieht. Das ist neu, aber gut für den Konsumenten.

Alle ist schick, alles ist bunt und alles ist neu wie alte von gestern? Die Premium Exhibition bleibt eine spannende Modemesse. Hallo wie geht’s? Was macht das Leben und vor allem was machen die Geschäfte hörte man hier und dort. Business to Business. Zeitgleich zur Fashionweek befindet sich in der Stadt auch noch die Grüne Woche Messe, aber dieses Klientel will sich keiner von den Fashionpeople antun. Man tut eben die Dinge, die wir lieben tituliert ein Modemagazin.

Text: Joel Cruz

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